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Leser-Feedback: Wurst & Käse nur für Reiche? Abzocke oder guter Ansatz ?

Mönchengladbach. Tierische Lebensmittel höher besteuern um die Umwelt zu schonen? Unsere Leser diskutieren leidenschaftlich. Von der Redaktion

Wir drucken an dieser Stelle Auszüge von Meinungen ab, die uns als Reaktion auf den Artikel „Wurst & Käse nur für Reiche?“ vom 18. Januar Mai per Mail erreichten.

Gerd Faßbender: „Das Umweltbundesamt ist sich anscheinend für keinen Blödsinn zu schade, wenn es nur darum geht, angeblich etwas für den „Klimaschutz“ zu tun. Mit der völlig lächerlichen Beschuldigung der Rindviecher, durch ihr Pupsen das Klima entscheidend mit zu verändern, will das UBA nun den Verbrauchern erstens vorschreiben, was und wie viel sie wovon zu essen haben, zweitens, und das ist der viel wichtigere Aspekt, den Leuten damit an die Geldbörse. Von wegen mündiger Bürger, der selbst bestimmt, was er tut oder lässt! Da für das Klima nichts teuer genug sein kann, hat man hier eine neue Möglichkeit zur Abzocke ins Visier genommen. Dass dabei die weniger Betuchten letztendlich das Nachsehen haben, wird wohl achselzuckend in Kauf genommen.“

Ulrike Feldt-Laubach schreibt auf die Frage „Wurst & Käse nur für Reiche?“: „Kurz gesagt, ja. Lebensmittel in Deutschland sind insgesamt zu billig und wir essen sowieso zu viel Fleisch. Sollten sich die Menschen also weniger Fleisch kaufen können, dafür mehr Gemüse, so hätten wir mehrere Gewinner. Die Menschen, die sich dadurch gesünder ernähren, die Tiere, da sich die Massentierhaltung reduziert, sowie die Umwelt durch weniger Gülle, heißt weniger Nitrat im Boden und Trinkwasser. Ein anderer ganzheitlicher Ansatz wäre, jedem Nahrungsmittel ein CO2 Betrag zuzurechnen und dann darüber den Preis zu bestimmen. Biofleisch ist in diesem Sinn schon eine erste klare Antwort.“

Stefan Link ist anderer Meinung: „Dies ist ohne Zweifel eine der originellsten Ideen den normalen Bürger zu plündern und das unter dem Feigenblatt des Umweltschutzes.

Dazu fällt mir Folgendes ein: Die Discounter bleiben bei ihrer „Billig, Billig“-Strategie. Sie werden den Preisdruck an die Erzeuger weitergeben. Die reagieren mit Einsparungen an der Qualität oder am Personal. Wer nicht mithält hat Pech. Die letzten Höfe werden damit ausgelöscht. Die großen Konzerne wird es freuen. Den Reichen ist es egal was der Braten kostet, wir müssen dafür bluten.

Wer sich auch freut ist der Finanzminister. Uns einzureden, dass im Gegenzug eine andere Steuer gesenkt wird, ist einfach lächerlich! Wann hätte dieser gierige Staat je Steuern gesenkt die hauptsächlich Normalverdiener oder Arme treffen?“

(StadtSpiegel)