| 14.21 Uhr

Leser-Feedback zum Ausbau der Burggrafenstraße „Gewerbe an den Stadtrand“

Leser-Feedback zum Ausbau der Burggrafenstraße „Gewerbe an den Stadtrand“
Schwerlastverkehr in schmalen Straßenschluchten: Bild von der Burggrafenstraße. FOTO: schrö
„Angst vor noch mehr Autos“ hatten wir unsere Titelstory letzte Woche überschrieben. Dazu erreichten uns eine Reihe von Lesermeinungen. Von Klaus Schröder

„Grüne Welle, Kreisverkehr, dies scheint man in unserer Stadt nicht zu kennen. Den LKW-Verkehr im Stadtgebiet zu reduzieren, scheint auch nicht zu funktionieren.“ Werner Ude aus Dorthausen ist sauer. „Unsere Lokalpolitik hat hier seit Jahren nicht reagiert. Immer noch wird im inneren Stadtbereich Gewerbe angesiedelt, welcher eigentlich an den Stadtrand mit Autobahnanbindung gehört.“ Und weiter: „Der Nordpark wird von Kraftfahrzeugen überflutet, Arbeitnehmer parken bereits auf der Aachener Straße.“

Sigrid Kinkartz kämpft an der Markgrafenstraße seit vielen Jahren für eine Verkehrsberuhigung. Seit 1946 wohnt sie an der Straße. „Die Straße ist zwischen Aachener und Blumenberger Straße oft komplett zu.“ Resigniert stellt sie fest: „Die Behörden interessiert das nicht, die paar Häuser...“

Eduardo Castejón von der Burggrafenstraße hat einen Offenen Brief an den Oberbürgermeister verfasst. Er beginnt so: „Seit etwa zwei Jahren beobachte ich hier im Westend eine alarmierend schnelle Verschlechterung der Wohnqualität. Die Lärm- und Abgassituation ist bereits jetzt auf einem nicht mehr akzeptablen Stand.“ Die schlechte Luft hätte ihn schon zweimal ins Krankenhaus gebracht. Dann wären im Januar 2016 noch sechs große und gesunde Platanen auf öffentlichem Grund gefällt worden, um „zu einer harmonischen Gestaltung mit grünem Charakter“ im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Straße zu kommen, wie der Planungsdezernent Gregor Bonin zitiert wird. Eduardo Castejón schließt seinen Brief mit einem Appell: „Ich bitte inständig alle Bürgervertreter, Planer und Entscheider, die Pläne für die Burggrafenstraße zu überdenken. Schaffen Sie hier eine freundliche Wohnstraße mit Bäumen und viel Grün, in der man gerne lebt und aufwächst und nicht noch eine trostlose, laute und krankmachende Industriestraße.“

(StadtSpiegel)