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Leserthema Kinderspielplätze Spielplätze im Fokus unserer Leser

Leserthema Kinderspielplätze Spielplätze im Fokus unserer Leser
So sieht der Sportplatz am Saarhofweg in Güdderath aus. FOTO: Jens Kröber
Mönchengladbach. Der Spielplatz an der Holter Heide ist heruntergekommen (Stadt Spiegel vom 21. September) - aber er ist nicht der einzige, wie unsere Leser beweisen. Von Klaus Schröder

Jens Kröber schreibt wehmütig: „So sieht der Sportplatz in Güdderath am Saarhofweg aus. Das Gras wächst meterhoch. Früher habe ich dort mit meinen Kindern Fußball gespielt.“ Sandra Lüpertz fallen sofort mehrere Spielplätze ein: „Wir wohnen in Lürrip. Am Compesmühlenweg wird von zwei Zugängen meistens nur einer freigeschnitten und Wackeltiere und eine Bank stehen weiterhin im hohen Gras und in den Brennnesseln.“ Auf dem Platz am Brücksteg wachsen auch hohe Disteln. „Außerdem habe ich dort schon kaputte Shishas, Kondome, zerbrochenes Glas und ein scharfes Kantenschutzprofil im Sand gefunden.“ Sie sieht nicht nur die Stadt in der Pflicht, sondern auch die Bürger. Ihre Konsequenz: „Wir fahren mittlerweile häufiger nach Holland.“ Thorsten Pfeifer sendet Fotos vom Spielplatz am Piepersweg. „Noch vor wenigen Jahren gab es Klettergerüste, eine Rutsche und weitere Spielgeräte. Mittlerweile ist der Abenteuerspielplatz zu einer Hundetoilette verkommen. Besonders schlimm ist die Situation für viele Familien mit kleinen Kindern in unserem Wohngebiet Hauweg, Von-Groote-Straße, Dyker Weg, Bendstieg, Hüttendyk.“

In der Politik streiten sich die Lager darum, ob man Geld in einige so genannte Leuchtturmprojekte wie am Bunten Garten oder am Hardter Wald steckt und ein größeres Einzugsgebiet voraussetzt oder ob man weiter auf die fußläufige Erreichbarkeit von Spielplätzen setzt. Gerd Brenner, der jugendpolitische Sprecher der Grünen im Jugendhilfeausschuss plädiert hierfür: „Mütter und Väter müssen mit ihren Kindern in fünf, zehn Minuten auf dem Spielplatz sein und sich nicht erst ins Auto setzen müssen.“ Er sieht die Spielplätze als ein Musterbeispiel dafür, wie man die Stadtquartiere weiterentwickeln kann und dabei auch das Engagement der Bürger miteinbezieht. Seit drei Jahren aber wartet Brenner auf die Vorlage des Spielflächen-Bedarfsplans durch die Verwaltung - vergeblich. „Die Grundsatzentscheidung soll im Herbst fallen, wahrscheinlich im November.“ Aber er schränkt sofort ein: „Zum Jahresende steht ein Amtsleiterwechsel an, und erfahrungsgemäß dauert es immer eine Weile, bis sich das Amt sortiert hat.“

(StadtSpiegel)