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Am Freitag wurde das neue Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft eröffnet
Leuchtturm des Handwerks

Am Freitag wurde das neue Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft eröffnet: Leuchtturm des Handwerks
So schön ist das neue Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach geworden. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (df). Das neue Schmuckstück des Mönchengladbacher Handwerks ist nun auf offiziell eröffnet. Das Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach wird in Zukunft täglich bis zu 140 Auszubildende pro Tag für den Beruf qualifizieren Von David Friederichs

Die Gästeliste las sich wie das Who is Who der Mönchengladbach Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Alle hatten sich den feinen Zwirn übergeworfen, um der Eröffnung des neuen Berufsbildungszentrums einen würdigen Rahmen zu bieten. Kreishandwerksmeister Frank Mund kam aus dem Lächeln gar nicht mehr heraus. „Mit diesem Berufsbildungszentrum, welches das modernste in ganz Deutschland ist, können wir das verstaubte Image des Handwerks deutlich aufpolieren“, sagte er in seiner Begrüßungsrede. Und allein wenn man die Eingangshalle betritt, spürt und sieht man die Moderne, die hier Einzug gehalten hat. Ein großer Lichtschacht in der Mitte bringt das Tageslicht ins Atrium, kunstvolle, neonfarbene Mosaike an den Wänden verstärken den Eindruck eines hochmodernen Gebäudekomplexes. „Einfallstor in die Stadt“, nennt Mund das neue Gebäude, Dr. Günter Krings, Mönchengladbacher Bundestagsabgeordneter, spricht sogar von einem „Leuchtturm des Handwerks“.

Innerhalb von vier Jahren ist das neue Berufsbildungszentrum entstanden, das eine zukunftsorientierte und hochqualifizierte Ausbildung sicherstellen soll. 19 Millionen Euro hat das Zentrum, das eine Fläche von 5 000 Quadratmetern umfasst, gekostet. 31,1 Millionen Euro entfielen dabei auf öffentliche Mittel von Bund, Land und der EU. Alleine 3,3 Millionen wurden dabei in die Ausstattung der neuen Lehrwerksstätten investiert. „Sie sind das Herzstück dieses Hauses“, sagt ein ebenfalls sichtlich stolzer Stefan Bresser, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Insgesamt elf neue Lehrwerkstätten wurden errichtet, acht Ausbildungsbereiche erhalten damit optimale Bedingungen. Die Bereich sind im Einzelnen: Sanität/Heizung/Klima, elektronische Berufe, Maler/Lackierer, Friseure, Bürokaufleute im Handwerk, Metallbau, Tischler und KFZ. Täglich bis zu 140 Auszubildende werden hier in Zukunft Fachwissen vermittelt bekommen.

Um die Zukunft des Handwerks in Mönchengladbach weiter zu sichern, sollen regelmäßig Schulen eingeladen werden, um sich von den Bedingungen vor Ort zu überzeugen. „Das Handwerk muss wieder auf die Einkaufsliste der jungen Leute, wenn sie sich einen Beruf aussuchen“, verdeutlicht Mund. Mit insgesamt 16 000 Beschäftigten und 1 300 Auszubildenden ist das Handwerk der größte Ausbilder eines Wirtschaftszweiges in Mönchengladbach. Und das soll auch so bleiben.

(Report Anzeigenblatt)