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Liedberger Fußballer kickten für Finn

Liedberger Fußballer kickten für Finn
Schossen Tore für Finn (v.l.): Neela Kasimirski, Claire Effer, Peter Onkelbach (2. Vorsitzender Gesamtverein), Peter Kuhlisch (Vorsitzender Gesamtverein), Sarina Combé (DKMS), Jasmin Tränkner, Aude Chebson (Geschäftsführerin Jugend), Luisa Kosfeld, Malike Drohen, Michael Herrmanns (Geschäftsführer Senioren), Monique Rasawieh, Charlotte Grunwald und Johanna Dappen. FOTO: csa
Mönchengladbach/Liedberg (csa). Der sechs Jahre alte Finn ist zum zweiten Mal an Leukämie erkrankt. Eine Stammzellenspende könnte dem kleinen Jungen das Leben retten. Viele Menschen im „Stadt Spiegel-Land“, ja ganze Stadtteile, helfen Finn. Nun auch die Fußballer vom TUS Liedberg. Eine tolle Aktion, die Nachahmer finden sollte. Von der Redaktion

Finn ist ein überzeugter Fußballfan. Davon hörte Aude Chebson, Geschäftsführerin für den Bereich Jugend beim TuS 07 Liedberg, und hatte die wunderbare Idee, die Jugendmannschaften des Vereins dazu aufzurufen, Tore für Finn zu schießen. Gesagt – getan.

Bei der Krankheit Leukämie vermehren sich entartete weiße Blutkörperchen, die sogenannten Leukozyten, unkontrolliert. Das führt dazu, dass gesunde Blutkörperchen verdrängt werden – und das ist lebensgefährlich. Blutkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Kindern unter 15 Jahren. Über 13 000 Mönchengladbacher sind bereits bei der Datenbank der DKMS („Wir besiegen Blutkrebs“) registriert. Davon haben 123 bereits Stammzellen gespendet und damit 123 Patienten die Hoffnung auf Weiterleben geschenkt. Weil allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 40 Euro entstehen, werden auch dringend Geldspenden benötigt.

Nicht Volljährige, also auch die TUS-Jugendspieler, dürfen keine Stammzellenspende abgeben. Deshalb nun dieser Plan, der voll aufging: Für jedes geschossene Tor wurde Geld gespendet. Den Rekord brachen die Mädchen der U17-Mannschaft: sie gewannen ihr Spiel mit 16:0 – und sammelte damit rund 600 Euro ein.

Die F-Jugend hatte Pech und schoss kein Tor. Die Eltern ließen es sich dennoch nicht nehmen, Geld einzusammeln – was wiederum die Eltern der gegnerischen Mannschaft mitbekamen, die dann auch alle mitspendeten. Insgesamt kamen aus Spielen und Aktionen des Vereins 1 667,89 Euro zusammen. (1.217 Euro aus den geschossenen Tore plus 250 Euro vom 100er Club plus 200 Euro aus der Veranstaltung). Dieser Betrag wurde von den Senioren und dem Vorstand auf 2 000 Euro aufgestockt.

(StadtSpiegel)