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53 Projekte für zehn– bis 14-Jährige: Kulturrucksack NRW auch in MG eine Erfolgsgeschichte
Mehr Kultur für Jugendliche

53 Projekte für zehn– bis 14-Jährige: Kulturrucksack NRW auch in MG eine Erfolgsgeschichte: Mehr Kultur für Jugendliche
Tanzprojekt beim Kulturrucksack, Workshop 2013. FOTO: Kulturbüro
Mönchengladbach. Ein überaus positives Zwischenresümee zur Beteiligung Mönchengladbachs am Landesförderprogramm „Kulturrucksack NRW“ zog Kulturbüroleiter Dr. Thomas Hoeps jetzt im Kulturausschuss. Von der Redaktion

Die Vitusstadt hatte sich 2012 erfolgreich mit einem umfassenden Konzept beworben und zählte zu den 55 Pilot-Kommunen, die als erste mit Landesmitteln Kulturprojekte für 10– bis 14-jährige Kinder und Jugendliche verwirklichen konnten. Mittlerweile, so informierte das zuständige Kulturministerium, sind schon 175 Städte und Gemeinden im Förderprogramm vertreten.

4,40 Euro zahlt das Land pro Kind in der angesprochenen Altersgruppe an die Kommunen. Für Mönchengladbach bedeutet das die erhebliche Summe von jährlich rund 56.000 Euro. Dank einer hinzukommenden Unterstützung durch die Elfriede-Kürble-Stiftung (2013) und die Stadtsparkasse Mönchengladbach, die seit 2014 gleich drei Projekte fördert, konnten die Mittel weiter aufgestockt werden. Seit Start des Kulturrucksacks wurden bereits 53 Projekte vom Wochenend-Workshop bis zum ganzjährigen Kurs realisiert, in denen die Teilnehmer stets selbst künstlerisch aktiv waren.

Ziel des Kulturdezernats war es dabei, neue und für die Kinder und Jugendlichen kostenlose Angebote in möglichst unterschiedlichen Einrichtungen zu schaffen. So werden von den 20 Projekten im laufenden Jahr acht von städtischen Kultureinrichtungen, sechs von freien Kulturträgern wie dem Horst e.V. oder dem Waldhaus 12 e.V. und weitere sechs von Jugendeinrichtungen organisiert.

Ganz weit oben auf der Liste stehen dabei Projekte im Bereich Tanz/Theater, Medien und Bildende Kunst. Beim Horst-Projekt „Wie on bist Du?“ an der Hans-Jonas-Gesamtschule wird zum Beispiel der kritische und kreative Umgang mit heutigen Medien erprobt. Das Stadttheater entwickelt mit einer „kreativen Inszenierungsklasse ein eigenes Stück, das an das Weihnachtsstück “Die Schöne und das Biest” anschließt. Und im Jugendzentrum JuKomm wird bereits im dritten Jahr regelmäßig getanzt. Stark angenommen werden – übrigens auch von Jungen – die Näh-Workshops der Modedesignerin Eva Brachten auf dem Abenteuerspielplatz Konzenstraße. Und einer der Filme des Lego-Trickfilmprojekts der Stadtbibliothek hat sogar den zweiten Platz beim Trickfilmfestival NRW belegt.

So soll es möglichst weitergehen, hofft man im das Programm koordinierenden Kulturbüro. Für 2015 sind die Landesmittel denn auch bereits zugesagt. Wie es ab 2016 mit dem Kulturrucksack NRW weitergeht, wird sich im kommenden Frühsommer entscheiden. Da aber die vom Kulturministerium in Auftrag gegebene Evaluation des Förderprogramms bisher sehr positiv verläuft und auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dem Kulturrucksack unlängst attestierte, eine Erfolgsgeschichte zu sein, darf man wohl optimistisch sein.

Informationen über die aktuellen Teilnahmemöglichkeiten und ab Januar auch über das Gesamtjahresprogramm 2015 in Mönchengladbach sind auf der Landes-Internetseite www.kulturrucksack.nrw.de zu finden.

(Report Anzeigenblatt)
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