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Mehr Rowdytum als früher ?

Mehr Rowdytum als früher ?
Mehr Rowdytum im Straßenverkehr? Nie und nimmer, meint dieser Autofahrer. Symbol-Foto: Fotolia
Mönchengladbach. Mit dem Blinken fing es an, besser gesagt: Mit dem Nicht-Blinken. Viele, vor allem ältere Verkehrsteilnehmer vermissen im Straßenverkehr immer häufiger die guten Sitten. Der Stadt Spiegel fragte jemanden, der es wissen muss - und bekam eine überraschende Antwort. Von Klaus Schröder

Wolfgang Töpper, 1. Polizeihauptkommissar, leitet die Verkehrsinspektion 2 in der Stadt und sagt im Telefongespräch: „Die Frage, gibt es mehr Rowdytum auf der Straße als früher? hat mich selber interessiert.“ Die Verkehrsdichte hat sich in den letzten Jahr immens erhöht und der Stress demnach ebenso, „das merke ich als Autofahrer natürlich auch.“ Also hat er sich die Zahlen von Anzeigen vom 1. Januar bis 31. Mai diesen Jahres vorgenommen und mit dem gleichen Zeitraum früherer Jahre verglichen. „Ich war baff erstaunt.“

50 bis 60 Anzeigen kommen in diesen Monaten zusammen, „das war schon 2013 so und auch 2008.“ Da sich möglicherweise einiges unterhalb der Strafverfolgungsschwelle abspielt, sagt Töpper einschränkend: „Das Anzeigenverhalten hat sich in den letzten zehn Jahren nicht verändert, und das hat mich selbst überrascht.“ Auch Raserei in Tempo 30- oder Tempo 40-Zonen sind nach seiner Aussage in den Statistiken kein Thema.

(StadtSpiegel)