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Mit Textilem auf Tuchfühlung

Mit Textilem auf Tuchfühlung
Kontakte knüpfen: Junge Leute sollen ihren persönliche Weg in die textile Zukunft finden.
Mönchengladbach. Mönchengladbach ist sowas, wie die Hauptstadt der europäischen Textilindustrie. Hier wird geforscht, geschneidert, produziert, technisiert und studiert. Die Messe „MG zieht an“ zeigt am 18. und 19. Mai zum zehnten Mal einen Ausschnitt und bringt Fachleute zusammen. Von Ulrike Mooz

Textiles, das ist nicht nur Mode - aber auch. Textiles, das sind Stadiondächer, die Kerne von Skiern, Wattestäbchen und Materialien für Stents in der Gefäßmedizin. Textiles, das sind auch die Maschinen, mit denen all das hergestellt wird. Mönchengladbach ist bei dem Thema europaweit führend und die Nachwuchsmesse „MG zieht an“ seit zehn Jahren das Flaggschiff. „Wir wollen die Breite dessen aufzeigen, was Textil ist“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Kleinebrink, Geschäftsführer des Verbandes der Rheinischen Textil- und Bekleidungsindustrie.

Mit rund 100 Ausstellern und Partnern auf dem Campus der Hochschule Niederrhein hat sich „MG zieht an“ seit den Anfängen im damaligen Stadttheater verzehnfacht. „Anfangs hatten wir so eine Art kuscheligen Ehemaligentreff“, schmunzelt Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer von Mitveranstalter WFMG. Seit die Hochschule mit im Boot ist, hat sich die Messe zur größten Recruitingmesse im deutschsprachigen Raum und Aushängeschild der textilen Kompetenzregion Niederrhein entwickelt. „Wir haben systematisch ein enges Verhältnis zur regionalen Industrie aufgebaut“, so Prof. Dr. Hans-Henning von Grünberg, Präsident des Mitveranstalters Hochschule. Es sei Teil des Hochschulkonzeptes, die jungen Leute auch in die Betriebe zu bekommen.

In den Räumen der Hochschule präsentieren sich Unternehmen entlang der textilen Wertschöpfungskette, von Textilmaschinenbau über technische Textilien, Bekleidung und Mode bis hin zum Handel. An zwei Tagen können Studierende und Interessierte mit renommierten und weltweit aktiven Unternehmen aus der Textil- und Bekleidungsbranche auf Tuchfühlung gehen. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Modenschau, Workshops und Unternehmensvorträgen bringt eine Fülle an Information.

Abgesehen von den anmeldungspflichtigen Workshops und Infoveranstaltungen, ist die Messe für jedermann kostenlos geöffnet. Auf der Modenschau am 18. Mai um 17.30 Uhr auf dem Catwalk Richard-Wagner-Straße ist zahlreiches Erscheinen von modeinteressierten Bürgern sogar ausdrücklich gewünscht.

(Report Anzeigenblatt)