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Mit viel Teamgeist zum Ziel

Mit viel Teamgeist zum Ziel
Ranklotzen für die gute Sache: Moritz Laufer, Lara Wehren, Bianca Draken, Hubert Winzen und Michael Schmid (v.l.) beim Hausbau in Dong Thap (Vietnam). FOTO: Dornieden
Mönchengladbach. Einfach mal nach Vietnam fliegen und dort beim Hausbau für in Armut lebende Menschen helfen? Klingt nach einem ziemlichen Abenteuer. Fünf Mitarbeiter der Mönchengladbacher Dornieden-Gruppe haben sich kürzlich auf die Reise in den fernen Osten gemacht...und bereuten es nicht. Von Thomas Hippel

Hintergrund der Aktion war ein Hilfsprojekt der Non-Profit-Organisation Habitat for Humanity: Im Zuge des „Big Build Vietnam“ machten sich insgesamt 241 ehrenamtliche Helfer Anfang November auf den Weg nach Vietnam, um innerhalb einer Arbeitswoche insgesamt 21 einfache Häuser für die notleidende vietnamesische Bevölkerung in der Region Dong Thap zu errichten. Einer der Kooperationspartner dieses Projekts: der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), dessen NRW-Landesvorsitzender zufällig Martin Dornieden, Geschäftsführer des Mönchengladbacher Unternehmens, ist. Als dieser von dem Projekt erfuhr war er sofort Feuer und Flamme und gab letztlich fünf seiner Angestellten die Möglichkeit, sich direkt vor Ort zu beteiligen und als Teil des 20-köpfigen deutschen Teams an zwei Häusern mitzuarbeiten. Am Ende fiel die Wahl auf Hubert Winzen, Lara Wehren, Bianca Draken, Moritz Laufer und Michael Schmid.

Baustellenerfahrung war allerdings keine Voraussetzung für die Teilnahme, lediglich eine gewisse körperliche Fitness war gefordert. Schließlich waren die zu erledigenden Aufgaben wie Mörtel anrühren, Wände mauern und Stützen und Bodenplatten betonieren vor allem eins: schweißtreibend – „erst recht bei 33 Grad und gefühlt 100 Prozent Luftfeuchtigkeit“, wie Moritz Laufer berichtet. Und Hubert Winzen ergänzt: „Gefühlt war nach der ersten Bewegung das T-Shirt schon durch.“

Doch nicht nur die klimatischen Bedingungen, auch die Sprachbarriere erschwerte natürlich die Arbeiten, die von den deutschen Helfern gemeinsam mit den zukünftigen Hausbewohnern durchgeführt wurden. „Wir haben uns da wirklich mit Händen und Füßen verständigt“, schildert Lara Wehren die Verständigungsschwierigkeiten. Allerdings habe es auch sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam mit den Einheimischen zu arbeiten, und es habe eine sehr gute Atmosphäre vor Ort geherrscht. Schon am ersten Tag – da ist sich die fünfköpfige Helfertruppe einig – sei ein großartiger Teamgeist entstanden.

Von diesem Teamgeist motiviert, wurde von morgens 9 Uhr bis nachmittags um 16 Uhr richtig rangeklotzt. Und so standen am fünften Tag dann auch tatsächlich zwei sehr einfache Häuser im landestypischen Stil von jeweils 36 Quadratmetern Fläche, in denen künftig eine drei- und eine vierköpfige Familie leben werden. Lediglich die Anbringung der Wellblechbedachung wird von den neuen Bewohnern in Eigenregie vorgenommen.

Für Sightseeing blieb den Teilnehmern bei dieser Vietnamreise wenig Zeit. Dafür haben sie umso mehr mitbekommen, wie sehr sich das Leben in Vietnam vom Leben in Deutschland unterscheidet: die große Schere zwischen Arm und Reich, die einfachen Verhältnisse, in denen die Menschen zu einem großen Teil leben, oder auch der laut Bianca Draken „grenzwertige“ Straßenverkehr – all das habe ihnen ihre privilegierte Situation noch einmal sehr bewusst gemacht. Alle fünf Dornieden-Mitarbeiter betrachten die Tage in Dong Thap dann auch als eine gewinnbringende Erfahrung, die sie gerne wiederholen würden.

(Report Anzeigenblatt)