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MonRo Ranch: Es geht weiter !

MonRo Ranch: Es geht weiter !
Michael Schink und Antonia Greco vom Verein Tier-Refugium Wegberg wollen die MonRo Ranch in Merreter weiterführen. Roman Kremers (Kleines Foto) tritt ins zweite Glied zurück.
Merreter. Die Zukunft des bekannten Gnadenhofes in Merreter ist führungsmäßig erstmal abgesichert. Roman Kremers hat den Vorstand verlassen, und die Leitung dem Tier-Refugium Wegberg e.V. übergeben. Antonia Greco und Michael Schink kümmern sich jetzt mit ihren Helfern – und das mit großem Einsatz. Von Bert Stevens

Etwa 100 schutzbedürftige Tiere haben auf der MonRo Ranch im kleinen Örtchen Merreter (unweit von Rheindahlen) ihr „betreutes Wohnen“. Eine ganze Weile stellte sich jedoch die Frage: Wie lange wird diese tierische Herberge noch existieren können? Nach dem Tod von Monika Kremers im September 2013, die 2005 zusammen mit Ehemann Roman den Verein Pferdeschutzhof e.V. gründete, zogen schon bald dunkle Wolken über der MonRo Ranch auf, da Roman Kremers, den – vom Engagement her – „beseelten“ Einsatz seiner verstorbenen Ehefrau nicht kompensieren konnte.

„Monika hatte stets das Heft in der Hand“, sagen Kenner des Schutzhofes heute. Ein Heft, das für den nun Alleinstehenden jetzt zu einer Last wurde – eine zu große für Roman Kremers. Hinzu kam, dass er auch körperlich mit der Zeit der Aufgabe nicht mehr gewachsen war. Nach einem Zusammenbruch vor einigen Monaten war klar: So kann es nicht weitergehen, eine Lösung musste her, wollte man nicht das Bestehen des Schutzhofes aufs Spiel setzen.

Diese Lösung ist nun gefunden: Das Tier-Refugium Wegberg e.V., das schon zu früheren Zeiten der MonRo Ranch seine Hilfe und Unterstützung zugesagt hatte, hat inzwischen die Leitung – in einer Art Zusammenarbeit mit dem Verein Pferdeschutzhof e.V. – übernommen, deren Vorsitzender Roman Kremers sein Amt niedergelegt hat. Er bleibt dem Verein aber weiterhin als Mitglied erhalten. „Vieles muss noch notariell geklärt werden, aber es geht voran“, sagt Michael Schink vom Tier-Refugium. Schink weiter: „Die Stallungen sind schlecht und müssen erneuert werden, Zäune ebenfalls!“ Und Antonia Greco: „Ohne Hilfe von außen wird es aber nicht gehen, darüber sind wir uns im Klaren!“ So sind weiterhin Spenden und die Übernahme von Patenschaften, aber auch „schaffende Hände“ und „starke Arme“ auf der Ranch gefragt. Antonia Greco: „Vor dem Winter muss alles fertig sein. Und mit viel Unterstützung wird es das auch!“ Läuft alles nach Plan, dann werden sich die dunklen Wolken schon bald verziehen ...

(Report Anzeigenblatt)