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Nachwuchs zeigt Liebe zur Musik

Nachwuchs zeigt Liebe zur Musik
Diese jungen Musiker wollen beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ vom 29. bis 31. Januar die Jury überzeugen. Insgesamt nehmen 178 Nachwuchsmusiker teil. Schirmherr ist Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans-Wilhelm Reiners. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. „Nach 53 Jahren ist es nicht nur Tradition, sondern Institution.“ Mit diesen Worten brachte es Harald Wiedera von der Stadtsparkasse Mönchengladbach auf den Punkt. Vom 29. bis 31. Januar wird im Haus Erholung der Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ ausgetragen. 178 Nachwuchsmusiker aus Mönchengladbach und Viersen sind wieder mit dabei. Von David Friederichs

Eigentlich hätte es bereits am Mittwoch los gehen können. Schließlich waren gleich zahlreiche junge Musiker mit ihren Instrumenten ins Rathaus Abtei in Mönchengladbach gekommen. Doch mussten sie nicht spielen, sie waren für Fotoaufnahmen und die Fragen der Journalisten da.

Nicht einmal eine Woche dauert es nun noch, bis zum 53. Mal die Musikschule Mönchengladbach und die Kreismusikschule Viersen zum Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ einladen. „Das ist eine Premiummarke in der Jugendförderung“, erklärt Ralf Holtschneider, Leiter der Kreismusikschule Viersen, stolz. Sein Mönchengladbacher Kollege Christian Malescov stimmt ihm sofort zu: „Durchhaltevermögen, Persönlichkeitsentwicklung, Fleiß, Teamfähigkeit oder auch Nervenstärke – alles das wird durch den Wettbewerb gefördert.“

178 junge Musiker zwischen 6 und 18 Jahren haben sich in diesem Jahr angemeldet, um sich in den verschiedenen Wertungen dem Urteil der Juroren zu stellen. „Allerdings steht der olympische Gedanke eher im Vordergrund“, weiß Holtschneider. In den Einzelwertungen werden in diesem Jahr Streichinstrumente, Akkordeon und Schlagzeug bewertet, außerdem gibt es zahlreiche Ensemblewertungen.

Zum ersten Mal dabei ist in diesem Jahr die siebenjährige Emma. Erst im vergangenen Jahr hatte sie angefangen, Akkordeon zu lernen. Die schnellen Fortschritte veranlassten die Lehrer dazu, sie bereits jetzt anzumelden. Was sie dort erwartet, können ihr Viktoria und Paula erzählen. „Ich war beim ersten Mal sehr nervös, weil ich eigentlich nicht gerne vor Leuten auftrete“, erinnert sich die zehnjährige Viktoria. Dennoch ist sie diesmal wieder dabei. Bereits zum vierten Mal wird Schlagzeugerin Paula antreten. „Die Nervosität legt man nie ganz ab. Aber es macht unglaublich Spaß sich darauf vorzubereiten“, so die Zwölfjährige. Im letzten Jahr schaffte sie es sogar zum Landesfinale und hätte sich auch für das Bundesfinale qualifiziert. „Dafür war ich aber noch zu jung“, sagt sie.

Überhaupt sind viele Kinder nicht zum ersten Mal mit dabei. „90 Prozent der Kinder, die bereits im frühen Alter dabei waren, bleiben der Musik und dem Wettbewerb treu“, weiß Malescov. Das ist auch der Verdienst der Musikschulen in Mönchengladbach und Viersen. Schließlich stellen sie rund 75 Prozent aller Teilnehmer.

Durch den jährlichen Wechsel zwischen Mönchengladbach und Viersen ist nun die Vitusstadt wieder Ausrichter – und zieht diesmal ins Haus Erholung. „Das ist eine Wertschätzung für die Musiker“, verdeutlicht Malescov. Nach der Solowertung Schlagzeug am 29. Januar in der Musikschule, werden alle anderen Wertungen am 30. und 31. Januar im Haus Erholung vorgenommen. Ab 10 Uhr können auch Besucher den Nachwuchsmusikern zuhören, um 17 Uhr werden an beiden Tagen im Kaisersaal die Ergebnisse bekannt gegeben.

Die Stadtsparkasse Mönchengladbach, zusammen mit der Sparkasse Krefeld und Piano Kalscheuer seit vielen Jahren Sponsor der Veranstaltung, bietet den Musikern zudem die Möglichkeit, sich mit ihrem Instrument fotografieren zu lassen und die Aufnahme gleich mit nach Hause zu nehmen. „Kulturförderung sowie die Förderung von Kindern und Jugendlichen liegt uns seit Jahren am Herzen. Außerdem gibt es eine gute Zusammenarbeit mit der Musikschule“, erklärt Harald Wiedera das Engagement der Sparkasse.

(Report Anzeigenblatt)