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Neue Termine: 35 Jahre für Siebenbürgen

Neue Termine: 35 Jahre für Siebenbürgen
Ilse Harff (r.) überprüft vor Ort, hier in einer Einrichtung in Alba Iulia, wie die Kleiderspenden aus Mönchengladbach eingesetzt werden. Foto (Archiv): Heinz-Gerd Wöstemeyer
Mönchengladbach. Die Siebenbürgenhilfe Mönchengladbach wird in diesen Tagen 35 Jahre alt. Aus der anfänglichen Hilfe für einzelne Siebenbürger Sachsens ist mit der Zeit eine riesige Hilfsaktion für alle in Siebenbürgen / Rumänien lebenden Menschen geworden. Das jetzige "Jubiläum" dürfte indes zur Freude wohl kaum Anlass geben. Von Heinz-Gerd Wöstemeyer

"Die Notwendigkeit der 1982 ins Leben gerufenen Hilfe aus Mönchengladbach ist nach wie vor immens groß und in den letzten Jahren sogar noch um ein Vielfaches angestiegen", sagt Ilse Harff. Die Vorsitzende der Siebenbürgenhilfe beim Diakonischen Werk Mönchengladbach erklärt: "Seit dem Beitritt zur EU ist in Rumänien zwar alles erhältlich, was zum Leben benötigt wird, doch ein Großteil der Menschen kann sich das finanziell nicht leisten." Hohe Arbeitslosigkeit, geringe Löhne und minimale Renten von etwa 100 Euro im Monat bei Lebensmittelpreisen, die den unseren entsprechen, seien dafür die vorrangigsten Ursachen, so Harff. So wurden im vergangenen Jahr wiederum zwölf Vierzigtonner Lkw voll gepackt mit Hilfsgütern vom Zwischenlager in Rheindahlen aus auf die mehr als 1 750 Kilometer lange Reise bis in die Gegend um Sibiu, Alba Iulia und Brasov geschickt.

Zweimal in jedem Jahr reist Ilse Harff selbst nach Rumänien "Viele Spender und Helfer unterstützen unsere Arbeit in Mönchengladbach; dafür bin ich sehr dankbar", versichert sie. Deshalb sei es ihr ein persönliches Anliegen dafür zu sorgen, dass alle Spenden da ankommen, wo sie hin sollen, so Ilse Harff. Am 30. und 31. März läuft in Rheindahlen die diesjährige Frühjahrssammlung an (alle Termine und Orte s. Fakten). Benötigt werden gut erhaltene saubere Damen-, Herren- und Kinderkleidung, Schuhe, Bettwäsche, Bettzeug, Handtücher, Stoffe und Wolle, auch Kinderspielsachen, Fahrräder und Kinderwagen, kleinere Haushaltsgegenstände wie Geschirr und Bestecke, zudem dringend auch Geldspenden.

(Report Anzeigenblatt)