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Neues Leben für die City

Neues Leben für die City
Marius Müller (Mitte) hatte die Idee zu „Provisorium“ und Philipp M. Königs (r.) setzte die Website in die Tat um. Franz-Wilhelm Joeres (2.v.r.) ist einer der Eigentümer, der seine Räumlichkeiten im Portal anbietet. Hinter dem Projekt stecken das Quartiersmanagement Rheydt (2.v.l. Markus Offermann und 3.v.r. Barbara Schwinges) und die Wirtschaftsförderung (Ulrich Schückhaus 3.v.l. und Eva Eichenberg l.) der Stadt. FOTO: Andreas Baum
Rheydt. Der neueste Streich des Quartiermanagements Rheydt heißt „Provisorium“, ist ein Internetportal und soll Immobilieneigentümer der Rheydter City mit interessierten Mietern auf Zeit zusammenbringen. Von Yvonne Simeonidis

„Rheydt ist prädestiniert für junge, frische Konzepte“, ist WFMG-Geschäftsführer Ulrich Schückhaus überzeugt, „dazu zählen auch neue Wege in der Nutzung von Ladenlokalen und Mietflächen.“ Für Schückhaus komme „Provisorium“ genau zur richtigen Zeit. Im Rahmen von „Soziale Stadt Rheydt“ sind 35 Millionen Euro in die Rheydter City investiert worden. Diesen Schwung müsse man nun nutzen und dem Leerstand den Kampf ansagen.

Gegen den Leerstand und für mehr Leben in den Rheydter Fußgängerzonen – vor allem denen fernab des neu gestalteten Marktplatzes – kämpft das Quartiersmanagement bereits seit sechs Jahren. Quartiersmanager Markus Offermann und Barbara Schwinges sind hier unermüdlich im Einsatz. Für das neueste Projekt „Provisorium“ ist Schwinges erste Ansprechpartnerin für Eigentümer und potenzielle Mieter.

Inspiriert von Zwischennutzungen mit denen er selbst zu tun hatte, konzipierte Marius Müller im Rahmen seiner Bachelorarbeit an der FH Aachen „Provisorium“. Umgesetzt und designed wurde die Website von Philipp M. Königs von der Agentur „Königshaus“. Die Internetbörse gibt Immobilieneigentümern die Möglichkeit, ihre Objekte zu präsentieren und mit Interessenten in Kontakt zu kommen, die die angebotenen Räumlichkeiten zu vergünstigten Preisen mieten können. Sie bietet aber auch Inspiration für die künftigen Zwischennutzer. Erfolgsprojekte der vergangenen Jahre werden hier genauso gezeigt wie aktuelle Nutzungskonzepte.

Wie der Name „Provisorium“ schon impliziert, sind hier keine „Lösungen auf Dauer“ gesucht. Die Zwischennutzungen sollen die Innenstadt auf Zeit beleben und mittelfristig Interessenten anlocken, die sich hier eine dauerhafte Ansiedlung vorstellen können oder – und das ist auch schon mehrfach passiert – für die Zwischennutzer läuft es so gut, dass sie sich tatsächlich langfristig in Rheydt niederlassen.

Auch das Rheydter Citymanagement (RCMI) sei mit im Boot, erklärt Markus Offermann: „Wir stehen im engen Kontakt mit Dr. Hartleb (Vorsitzender RCMI) und koordinieren gemeinsam, wie die Rheydter Einzelhändler bei unseren Aktionen aktiv teilnehmen können.“

Und noch eine gute Nachricht: Das erfolgreiche Projekt „Schauzeit“, das erstmals im September 2015 stattfand, geht im Herbst in die zweite Runde. Wieder wird ein Zusammenschluss von Immobilienbesitzern, Start-ups und Geschäftsleuten die Rheydter Innenstadt zum Aufblühen bringen.

(Report Anzeigenblatt)
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