| 13.31 Uhr

Nur duftende Rosen schmecken

Nur duftende Rosen schmecken
Brigitte Bengner hat für den Extra-Tipp rosigen Beerenkompott und Rosenbowle kreiert. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. In unserer Serie "Rosige Zeiten" geht es heute um den Geschmack der Rose. Brigitte Bengner, Inhaberin der Mönchengladbacher Manufaktur "Passione" und Köchin in der WDR-Sendung "Daheim und Unterwegs", hat für den Extra-Tipp Leckereien mit Rosen kreiert. Von Ulrike Mooz

Blüten essen, das kommt so manch einem komisch vor, dabei kommt der Geschmack der Rosenblüte gar nicht so selten in ganz profanen Lebensmitteln vor – im Marzipan zum Beispiel in Form von Rosenwasser. Oder auch – viel raffinierter als Blüte – im Rote Beete Chutney, das Brigitte Bengner für ihre Manufaktur "Passione" kreiert hat. Rosen als Lebensmittel sind für sie ganz normal. "Wichtig ist nur, dass sie nicht gespritzt sind", sagt Brigitte Bengner, man müsse also eine sehr seriöse Bezugsquelle haben, oder einen eigenen Rosengarten. Nicht einfach.

Für unsere Serie "Rosige Zeiten" sind Brigitte Bengner spontan eine Rosenbowle und ein Beerendessert mit Rosensirup eingefallen. "Ich koche gern frei Schnauze", sagt sie. Wenn ihr eine tolle Frucht oder der Duft von Kräutern oder Blüten begegne, habe sie sofort eine Vorstellung, was man daraus machen könne. "Und das Ergebnis passt fast immer zu meinen Vorstellungen", sagt Brigitte Bengner, die als Teenager schon die ersten Kochversuche gestartet hat.

Für die Rosenbowle hat sie Rosé-Wein und Rosé-Sekt gemischt, reife Himbeeren, die übrigens auch leicht nach Rose schmecken, mit Rosenwasser angesetzt und dazu getan. "Bei Rosenwasser ist es wichtig, Bio-Qualität zu nehmen, sonst haben wir Benzoesäure mit drin und das wollen wir ja nicht", sagt Brigitte Bengner, die bei allen ihren Produkten sehr auf die Qualität der Zutaten setzt. Verzieren kann man die Bowle am Schluss noch mit ein paar Rosenblättern oder mit Eiswürfeln, in denen ein Rosenblatt oder eine Himbeere eingefroren wurden.

Für das Beerenkompott muss man zunächst Granatapfelsaft, Rosenwasser und Zucker zu Sirup einkochen und abkühlen lassen. Dann verschiedene Beeren, zum Beispiel Blaubeeren, Erdbeeren und Himbeeren in eine Schüssel geben und ein wenig von dem Rosensirup unter ziehen. Auch hier können Rosenblätter als Deko mit serviert werden.

"Bitte immer nur die reinen Blätter verwenden, nicht den Rest der Blüte", sagt Brigitte Bengner. Wer mit Rosenblättern Marmelade veredeln möchte, sollte sie – möglichst ohne Verwendung von Wasser – sehr fein pürieren. Und noch ein Tipp: Nur duftende Rosen schmecken auch. Duftlose Billigrosen schmecken nach nichts.

Spontan fallen Brigitte Bengner auch noch ein paar andere Küchentricks mit Rosen ein: Rosenzucker oder -salz zum Beispiel kann man ganz leicht herstellen, indem man Salz oder Zucker mit ein paar Rosenblättern im Mörser zerdrückt. Anschließend auf einem Handtuch trocknen. Fertig! Oder kandierte Rosenblätter: Die Blätter mit Eiweiß überziehen, in Zucker wälzen und bei 80 Grad zwei bis drei Stunden im Backofen trocknen.

Die Rezepte gibt es hier auf der Homepage.

(Report Anzeigenblatt)