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Osterfest mit kalten Füßen

Osterfest mit kalten Füßen
In diesen vier Häusern hatten 24 Mietparteien über die Ostertage keine Heizung und kein warmes Wasser. FOTO: Andreas Baum
Lürrip. In vier Mietshäusern An den Hüren in Lürrip saßen die Bewohner über Ostern im Kalten. Vermieter LEG NRW tut das leid. Von Ulrike Mooz

Ostern gemütlich im Wohnzimmer Eier suchen war in den Häusern An den Hüren 113 bis 117 der LEG NRW GmbH für 24 Mietparteien in diesem Jahr Fehlanzeige. Am Karfreitagnachmittag fiel die Heizung aus und die Temperatur fiel über die Feiertage auf etwa 10 bis 12 Grad. „Wir konnten uns nichtmal richtig waschen, das Wasser war auch eiskalt“, sagt eine Mieterin, die ihren Namen nicht nennen möchte. Ihre Nachbarin schildert, wie sie unter einer Lammfelldecke, einem Fließ, dem Oberbett und einer Wolldecke im Bett immernoch gefroren hat, weil die Wohnung immer weiter auskühlte.

Natürlich hatten verschiedene Mieter gleich am Freitag über die Service-Hotline für Notfälle versucht, den Schaden beheben zu lassen. Doch bis jemand raus gekommen sei, das hätte gedauert, ärgern sich die Betroffenen. Und dann sei einer gekommen, der den Schlüssel zum Heizungsraum nicht dabei gehabt hätte und unverrichteter Dinge wieder gefahren sei. Als einer der Mieter am Samstag wieder anrief, sei man auch noch unfreundlich geworden.

Beim früheren Besitzer der Gladbau Baubetreuungs- und Verwaltungs-Gesellschaft mbH sei alles besser gewesen, da habe es nie länger als drei bis vier Stunden gedauert, bis solche Pannen behoben worden seien, sind sich die Mieter einig. Und man sei auch freundlicher behandelt worden. Bis Ostersonntag mussten die Mieter im Kalten bibbern, bis der Schaden behoben wurde.

Jens Schönhorst stellvertretender Bereichsleiter Unternehmenskommunika tion bei der LEG, entschuldigt sich für das Fehlverhalter des beauftragten Dienstleisters. „Das Unternehmen, welches seit einigen Jahren auch derartige Reparaturen für die Gladbau durchführt, hat in diesem Fall leider nicht so gearbeitet, wie es Ihnen die Mietpartei aus der Vergangenheit geschildert hat“, so Schönhorst auf Stadt Spiegel-Anfrage. Am Ablauf des Kleinreparaturmanagements hätten sich allerdings durch die Übernahme der Gladbau-Wohnungsbestände durch die LEG keinerlei Veränderung ergeben. Man habe sich mit dem Dienstleister in Verbindung gesetzt und werde alles daran setzen, dass der Vorfall eine Ausnahme bleibe. „Eine umfassende Mieterbetreuung ist unser Anspruch, so wie ihn die Mieter in den von der LEG erworbenen Beständen gewohnt sind“, so Schönhorst.

(StadtSpiegel)