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Projektergebnis www.knotennetz.de wurde am Mittwoch an OB Reiners übergeben
Radeln nach Zahlen

Projektergebnis www.knotennetz.de wurde am Mittwoch an OB Reiners übergeben: Radeln nach Zahlen
Dirk Rheydt, ADFC, und Thomas M. Claßen, Geschäftsführer Bidliyte GmbH, übergaben eine Tafel mit den Knotenpunkten an OB Hans Wilhelm Reiners und den Mobilitätsbeauftragten Carsten Knoch (v.l.). FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (um). Seit einem knappen Jahr haben der ADFC und die Bidlyte GmbH die Vorschläge Mönchengladbacher Radler zum Thema Knotenpunkte für ein zukünftiges Gladbacher Radwegenetz gesammelt und geprüft. Das Ergebnis haben sie am Mittwoch OB Hans Wilhelm Reiners übergeben. Jetzt ist die Stadt am Zug. Von Ulrike Mooz

Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners kam ausnahmsweise mal nicht mit dem Fahrrad zum Termin, denn der fand im Innenhof des Rathauses Abtei nur wenige Meter von seinem Büro statt. Abgesandte vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) Mönchengladbach und der Bidlyte GmbH waren am Mittwoch gekommen, um die mit Bürgerbeteiligung gesammelten und überprüften Vorschläge für Knotenpunkte eines zukünftigen Radwegenetzes in Mönchengladbach an ihn als obersten Verwaltungschef zu übergaben. Die Initiatoren des Projektes knotennetz.de möchten, dass Mönchengladbach mit dem Kreis Heinsberg, den Städten Neuss und Düren und der Städteregion Aachen gleichzieht und sowohl ein kommunales Radwegenetz, als auch die Erweiterung durch ein Knotenpunktnetz installiert. „Die Knotenpunkte sind zentrale Radwegekreuzungen. Man kann sie mit Autobahnkreuzen vergleichen“, sagt Dirk Rheydt, Sprecher der Arbeitsgruppe Knotenpunktnetz beim ADFC. Von den Punkten aus könne die Stadt jetzt in einem nächsten Schritt ein Radwegenetz entwickeln. Das Knotenpunktnetz sei ein erweitertes Beschilderungssystem für Radfahrer, an denen die sich bis zum nächsten Knotenpunkt orientieren könnten. Die Knotenpunkte sind durchnummeriert, so dass nach Zahlen geradelt werden kann. „So finden sich auch ortsfremde Radler zurecht “, weiß Thomas M. Claßen, Geschäftsführer von Bidlyte und Ideengeber. Aber auch Einheimische neigten oft dazu, die selbe Strecke zu nehmen, wie mit dem Auto und würden mit dem Knotenpunktnetz oft besser fahren.

OB Hans Wilhelm Reiners freute sich über die Initiative und outete sich einmal mehr als passionierter Radler, der auch dafür sorgen wolle, dass es bald am Rathaus als kleines Signal endlich Fahrradständer gebe. „Wie immer im politischen Leben spielen aber natürlich auch die Kosten eine Rolle“, so Reiners im Bezug auf das Radwegenetz. Die Verwaltung werde den Vorschlag jetzt aufbereiten, um eine Entscheidungsgrundlage für die Politik zu schaffen. Zum Termin hatte er gleich seinen Mobilitätsbeauftragten Carsten Knoch mitgebracht, der sich als Verkehrsingenieur ebenfalls über die ehrenamtliche Arbeit der Projektgruppe aus vier ADFC-Mitgliedern und Bidlyte freute. Er wird jetzt das Thema übernehmen.

(Report Anzeigenblatt)