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Reiners: „Solche Häuser machen eine Stadt besonders“

Reiners: „Solche Häuser machen eine Stadt besonders“
OB Hans Wilhelm Reiners (Mitte) mit den Preisträgern und ihren Familien im Rheydter Rathaus. FOTO: Andreas Baum
Rheydt (um). Der Stadtrat hat zum vierten Mal nachhaltige und umweltverträgliche Bauprojekte ausgezeichnet. Die Bauherren wurden am Mittwoch geehrt. Von Ulrike Mooz

Mit Kind und Kegel rückten die Preisträger der vierten Ausschreibung „Klima- und Umweltgerechtes Bauen“ am Mittwoch zur Preisverleihung im Rathaus Rheydt an. Und keiner von ihnen wusste vorab, welchen Preis er oder sie gewonnen hatte. „Das Gebäude, in dem wir hier sind, ist sicher weit entfernt von dem, was man heute so im Bereich umweltgerechtes Bauen tut“, so Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners zur Begrüßung.

Ganz anders dagegen die Objekte und ihre Besitzer, die von der achtköpfigen Jury aus 22 Bewerbern ausgesucht und geehrt wurden. Der Fachbereich Umweltschutz und Entsorgung hatte zuvor 180 Bauherren angeschrieben, die 2014 ein Bauvorhaben abschlossen.

Auf dem ersten mit 7 000 Euro dotierten Platz landeten Sandra Rothenpieler und Christoph Mertens mit einem mehr als 100 Jahre alten Gebäude, dass sie aufwendig und unter Vermeidung und Trennung von Müll und mit der Wiederverwertung von Materialien zum Teil in Handarbeit saniert haben. Platz zwei teilen sich mit jeweils 3 500 Euro die Familien Tanja und Daniel Schmitz-Remberg und Susanne und Mario Rudolf für ihre frei stehenden Neubauten von Einfamilienhäusern. Beide können niedrige Energiebilanzen und umweltgerechte Materialien nachweisen. Platz drei und 2 500 Euro gab es für

Elke Bronckhorst und Gudrun Symmank für ein Drei-Parteien-Haus, das das letzte Trümmergrundstück von 89 Quadratmetern auf der Lüpertzenderstraße geschlossen hat. Das Haus nutzt auf optimale Weise das Sonnenlicht und ist perspektivisch als Alterswohngemeinschaft gedacht. Der zweite Platz drei geht an Heike Szopinski und Ulrich Schmitz für ein ebenfalls gut belichtetes Haus, das nach den Grundprinzipien des Passivhauses konzipiert wurde. Der Gartenbereich wurde mit heimischen Pflanzen und zahlreichen Nutzpflanzen ausgestaltet. Der Sonderpreis, dotiert mit 1 000 Euro geht an die Jessen Baugesellschaft mit einem Mehrfamilienhaus im Passivhausstandard auf Konversionsfläche.

„S

olche Häuser, die nicht von der Stange sind, machen eine Stadt besonders“, so OB Hans Wilhelm Reiners.

(Report Anzeigenblatt)