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Richtig kreativ werden!

Richtig kreativ werden!
Stolz auf ihre Werke: die Kinder der AG KinderBuchKunst der Montessori-Grundschule Balderichstraße. FOTO: Andreas Baum
M’gladbach. Schüler der Montessori-Schule präsentieren ab sofort die Ergebnisse ihres Projekts „KinderBuchKunst“ in der Zentralbibliothek an der Blücherstraße. Fantasievolle und bunte Pop-Up-Bücher warten auf die Besucher. Von Yvonne Simeonidis

Aus den Büchern von Olivia, Anastasia, Pauline, Anna und Konstantin erwachsen ganze Landschaften: Häuser, Figuren, eine weihnachtliche Szenerie und vieles mehr streckt sich dem Betrachter entgegen, wenn er die Bücher aufklappt. Die Pop-Up-Bücher, die nun in der Zentralbibliothek an der Blücherstraße ausgestellt werden, sind das Ergebnis des Projekts KinderBuchKunst an der Montessori-Grundschule, Balderichstraße.

Geleitet wurde die AG nun im zweiten Jahr erneut von Künstler Klaus von Mirbach, gefördert wurde es vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. „In den Kunstbüchern konnten die Kinder ein Jahr lang ihre Fantasie austoben, Erlebtes verarbeiten, Zeichnen – halt einfach richtig kreativ werden“, erklärt von Mirbach, der sich auch in seiner Tätigkeit als Künstler hauptsächlich mit Kunstbüchern beschäftigt.

Neben dem kreativen Part lernen die Kinder auch gleich noch, wie aus einzelnen Blättern Papier ein Buch wird. „Die Ausstellung passt perfekt zu uns“, lacht Brigitte Behrendt, Leiterin Stadtbibliothek, „die Kombination aus Kreativität und dem Handwerk der Buchbinderei ist für uns ein tolles Thema. Alles, was Menschen dazu verlockt, sich mit Büchern zu beschäftigen, ist für uns wunderbar.“ Die Bibliothek hatte schon im vergangenen Jahr die Ergebnisse der AG ausgestellt.

Die Kinder bekommen gar nicht genug von den Pop-Up-Büchern, begeistert blättern sie gegenseitig durch ihre kleinen Kunstwerke. „Die Geschichte hier hab ich zusammen mit Anastasia geschrieben“, erklärt Anna eifrig, während sie durch ihr Buch blättert. Pauline erzählt, wie die Gruppe am Geroweiher mit einem Polizisten ins Gespräch gekommen ist, der dort mit einem Obdachlosen zu tun hatte. All diese Erlebnisse sind mit in die Bücher eingeflossen, wurden zu Geschichten.

(StadtSpiegel)