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Rosige Zeiten im Matsch

Rosige Zeiten im Matsch
Die Frauen wollen beim „Muddy Angel Run“ mitmachen. FOTO: kg
Köln. Wenn sich Frauen in pinken Shirts, mit pinken Stirnbändern oder Engelsflügeln durch Modder und Matsch kämpfen, dann ist wieder Zeit für den „Muddy Angel Run“ – der Cross-Lauf nur für Frauen. Und 16 Mädels aus Willich sind in diesem Jahr auch am Start. Von Kellys Grammatikou

Es ist pink, es glitzert, Engel oder Einhörner auf den T-Shirts und irgendwie sieht alles nach Ponyhof und Rosarot aus. Doch der Schein trügt. Denn beim „Muddy Angel Run“ am 3. September in Köln sehen die rosigen Zeiten ganz schön matschig aus. Denn der „Muddy Angel Run“ im Kölner Jugendpark mitten im Herzen der Domstadt ist ein Crosslauf nur für Frauen. Und sie laufen für einen guten Zweck. Unter dem Motto „Krebs kämpft dreckig – das können wir auch!“ laufen tausende Frauen mit unterschiedlichstem Fitness-Level und setzen damit ein Zeichen gegen Brustkrebs. Und nicht nur das - mit ihrer Anmeldegebühr zahlen alle „Angels“ einen Spendenbeitrag an den Verein „Brustkrebs Deutschland“.

Mit dabei sind in diesem Jahr auch 16 Frauen aus Willich. In zwei Teams, den „Muddy Buddys“ und den „Unicorns“, wollen sie sich dem fünf Kilometer langen Hindernisparcours stellen. Zwei Dinge eint alle Frauen: „Wir haben alle noch nie einen Crosslauf gemacht, und jede von uns kennt irgendein Mädel, das von Krebs betroffen war“, sagt Annika Arnold. Und auch das trifft wieder den Geist des „Muddy Angels Run“. „Die meisten Muddy Angels laufen nicht nur für sich selbst, sondern um eine Freundin oder Bekannte, die gegen den Brustkrebs kämpft oder gekämpft hat, moralisch zu unterstützen und um ein Zeichen zu setzen“, heißt es vom Orga-Team des Crosslaufes.

Regelmäßig gehen die Frauen getrennt oder auch mal gemeinsam zum Training. Kraftsport oder Laufen stehen dann auf dem Programm. „Wir haben alle unterschiedliche Fitness-Level. Uns geht es dabei auch nicht ums Gewinnen, sondern um den gemeinsamen Spaß“, erklärt Michaela Engels-Vockensperger. Die einzigen Berührungspunkte mit Matsch und Wasser hätten sie nur mit einer Schlammmaske oder mit dem Planschbecken im heimischen Garten, scherzen die Teilnehmerinnen.

Wie bei den großen Crossläufen wie „Strongmanrun“ oder „Mudmasters“ müssen die Frauen auf fünf Kilometern durch den Matsch kriechen, über Balken laufen, Hürden nehmen, unter Netzen krabbeln oder durch tiefe Becken schwimmen. Und auch wenn beim „Muddy Angels Run“ irgendwie alles rosa ist, so sind diese fünf Kilometer definitiv rosige Zeiten im Matsch.

(Report Anzeigenblatt)