| 00.00 Uhr

Platz wird im Sommer nächsten Jahres zum Begegnungs- und Veranstaltungsort umgebaut
Schillerplatz mit neuem Gesicht

Platz wird im Sommer nächsten Jahres zum Begegnungs- und Veranstaltungsort umgebaut: Schillerplatz mit neuem Gesicht
Der Schillerplatz aus der Luft. FOTO: Stadt Mönchengladbach
Mönchengladbach (pmg). Planer des Schillerplatzes sind auf Wünsche der Bürger eingegangen. Die neue Gestaltung stößt bei Anwohnern auf breite Zustimmung. Von Yvonne Simeonidis

Unter dem Schillerplatz wurde in einer Tiefe von 1,50 Meter ein gemauerter und mit einer Betondecke versehener Löschwasserbehälter aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Der bislang 35 Meter lange und jeweils vier Meter hohe und breite Löschwasserbehälter soll im ersten Quartal nächsten Jahres zur Stabilisierung des Platzes mit etwa 500 Kubikmeter Dämmmasse aus Trockenpulver, die im Laufe der Zeit verhärtet, verfüllt werden.

Die Pläne zur neuen Platzgestaltung sind zwischen der Initiative Gründerzeitviertel, den Anwohnern und der Stadt abgestimmt und stoßen bei den Anwohnern auf positive Resonanz und Zustimmung. Die Planer sind nach einem offenen Werkstattverfahren in Workshops und Foren auf die konstruktiven und kreativen Wünsche der Bürger eingegangen.

Mit einer etwa 15 Meter langen Bank aus Natursteinblöcken, die in unterschiedlicher Höhe eingebaut diagonal auf die Platzmitte hineinführt, einer langen Bank an der verbleibenden Betonmauer entlang der Kaiserstraße, einer durch Klinkersteine gepflasterten Platzfläche und Sitzgelegenheiten, die zum Teil aus den vorhandenen Betonelementen entstehen, soll der Platz vor allem ein Treffpunkt für die Anwohner für Feste, Begegnungen und Veranstaltungen wie etwa den Greta-Markt werden. Gleichzeitig wird der Platz mitten im Gründerzeitviertel durch die Beseitigung der Beete nach außen geöffnet. Drei vorhandene Bäume bleiben erhalten. Deren Pflanzbereich wird neu mit Cortenstahl eingefasst. Besonderen Charme erhält der Quartiersplatz durch die Bäume, die den zukünftigen Treffpunkt umsäumen sowie vier neue Mastleuchten. Um den Verweilcharakter des Platzes noch ein wenig zu betonen, haben sich die Bürger für eine kleine Insel an Stelle des Brunnens ausgesprochen, die mit weiteren Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden soll.

Mit dem Umbau des Schillerplatzes und der Realisierung der Bürgerideen soll unmittelbar nach dem nächsten Greta-Markt im Juli nächsten Jahres begonnen werden. Derzeit bereitet die Verwaltung das Ausschreibungsverfahren für die Auftragsvergabe vor.

Zum Hintergrund: Mit der Neuordnung und Aufwertung des Platzes befassen sich seit Anfang 2012 die Initiative Gründerzeitviertel, Politik und Verwaltung sowie das Kompetenzzentrum Social Design der Hochschule Niederrhein. Im Rahmen eines Workshops wurden Ideen und Nutzungswünsche für den Platz gesammelt und kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Gesamtsituation durch Teilrodung und Herunterschneiden der Büsche umgesetzt. Auf der Grundlage der Ergebnisse wurde ein Entwurf unter Durchführung eines Bürgerbeteiligungsverfahrens von dem Aachener Fachplanungsbüro „3+Freiraumplaner“ unter der Leitung von Professor Norbert Kloeters im Auftrag der Stadt erarbeitet.

(Report Anzeigenblatt)