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Schritt für Schritt zum Gigabit

Schritt für Schritt zum Gigabit
Berichteten gemeinsam über den Stand des Glasfaserausbaus in Mönchengladbach (v.l.): Marco Westenberg, Regionalmanager Niederrhein der Deutsche Glasfaser Netz Entwicklungs GmbH, Nicole Holländer, Regionalleitung Marketing und Vertrieb der Deutsche Glasfaser Netz Entwicklungs GmbH, Ralf Poll, Geschäftsführer der NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH, und Jan Herting, Projektmanager Produktionswirtschaft WFMG. FOTO: NEW AG
Mönchengladbach. Die ersten 8 000 Glasfaseranschlüsse sind im Bau, weitere 23 000 in der Nachfragebündelung: Mönchengladbachs Weg zur ersten Gigabit-City wird kontinuierlich fortgeführt. Während in den Randgebieten die Bereitschaft groß ist, muss in den Innenstädten noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. Von David Friederichs

Von schnellem Internet durften die Bewohner in Sasserath, Herrath oder Buchholz bis vor einem Jahr nur träumen. Jetzt aber sind die ersten Bagger angerollt und die Glasfaserstrippen werden verlegt. „Die ersten 8 000 Anschlüsse im Gladbacher Süden werden bereits erstellt“, sagt Marco Westenberg stolz. Für den Regionalmanager Niederrhein der Deutsche Glasfaser Netz Entwicklungs GmbH ist dies aber nur ein erster Schritt auf dem Weg, Glasfaser flächendeckend in Mönchengladbach zu installieren. „In Gedanken sehen wir Mönchengladbach schon als Gigabit-City.“ Ein Zwischenfazit, das auch Jan Herting, Projektmanager Produktionswirtschaft der WFMG, optimistisch stimmt. Schließlich sind die superschnellen Netzte ein wichtiger Standortfaktor, sowohl für Geschäfts- als auch für Privatleute.

Eine Vorvertragsquote von 40 Prozent sind immer das Ziel der Deutschen Glasfaser, um mit dem Ausbau des Netzes starten zu können. Dass die Bereitschaft dafür in den bisher schlecht versorgten Randbezirken groß ist, ist wenig verwunderlich. Dennoch war und ist auch hier immer noch Überzeugungsarbeit notwendig. Daher hat sich die Deutsche Glasfaser mit der NEW einen starken Partner ins Boot geholt - und offene Türen eingelaufen. Die Deutsche Glasfaser baut das Netz, die NEW liefert als Provider die Tarife. „Wir sind froh die NEW als Partner gefunden zu haben“, so Westenberg. Denn auch wenn die NEW die gleichen Tarif-Konditionen wie die Deutsche Glasfaser bietet, so profitiert der Netzerbauer vom guten Namen der NEW in der Region. „Die Kunden gehen mit einem Vertrag gar kein Risiko ein“, verdeutlicht Ralf Poll, Geschäftsführer der NEW Niederrhein Energie und Wasser GmbH. „Bis zum Hausanschluss werden alle Kosten übernommen und auch mit dem Vertrag bindet man sich nur zwei Jahre und kann sich anschließend für einen anderen Anbieter entscheiden.“

Während derzeit rund 23 000 Haushalte in Mönchengladbach (Giesenkirchen Nord, Großheide, Hamern, Hardt, Hehnerholt, Rheindahlen, Ohler, Pongs, Wickrath und Venn) einen Anschluss bestellen können, ist man im Bereich der Innenstädte noch vorsichtig. „Dort, wo die Internetanbindung derzeit noch gut ist, ist es sehr schwer, die Leute von den Vorteilen einer Glasfaserleitungen zu überzeugen“, weiß Poll. Doch, so Poll weiter, müsse man auch in die Zukunft blicken. Schließlich sind bei einer Glasfaserleitung in Sachen Übertragungsgeschwindigkeit und Datenvolumen keine Grenzen nach oben gesetzt.

Westenberg und Poll hoffen, dass gerade in den Innenstadt-Bereichen auch aus der Bevölkerung heraus Initiativen kommen. „Wir haben es in Jüchen gesehen. Hier wurde durch eben eine solche Initiative eine Vorvertragsquote von fast 70 Prozent erreicht“, verdeutlicht Westenberg.

(Report Anzeigenblatt)