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Schwerverletzter nach Auseinandersetzung unter jungen Männern in Rheydt

Rheydt. Am Montagabend gegen 20 Uhr erhielt die Polizei mehrere Notrufe aus dem Bereich Mühlenstraße/Gartenstraße in Rheydt. Dort sollen sich zwei Gruppierungen von Jugendlichen und Heranwachsenden eine handfeste Auseinandersetzung liefern. Dabei sollen auch ein Reizstoffsprühgerät, ein Messer und ein Holzknüppel eingesetzt worden sein. Mehrere Personen seien bereits verletzt. Von der Redaktion

Nach ersten Ermittlungen gerieten zwei Gruppen von jungen Männern auf der Brucknerallee in Streitigkeiten, die dermaßen eskalierten, dass fünf Jugendliche und Heranwachsende im Alter von 15 bis 19 Jahre aus Rheydt auf ihre Kontrahenten mit Axtstielen und Messer losgingen.
Die Angegriffenen flüchteten über die Mühlenstraße in Richtung Gartenstraße. Die fünf Männer liefen ihnen nach.

An der Ecke Mühlen-/Gartenstraße trafen die Flüchtenden auf eine zufällig dort stehende Streifenwagenbesatzung. Die Beamten stoppten die Verfolger und leiteten erste Rettungsmaßnahmen ein. Zusammen mit schnell eintreffenden Unterstützungskräften konnten die Fünf festgenommen werden. Notarzt und Rettungssanitäter versorgten einen schwer verletzten 18-Jährigen aus dem Westend und einen leicht verletzten 21-Jährigen aus Holt. Beide wiesen Messerstiche auf. Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Der 18Jährige erlitt eine lebensgefährliche Stichverletzung und musste notoperiert werden. Sein Zustand ist mittlerweile stabil. Aufgrund der Schwere der Verletzungen des 18-Jährigen wurde der Sachverhalt von der Staatsanwaltschaft nach derzeitigem Ermittlungsstand als versuchter Totschlag gewertet.

Über den Hintergrund der Streitigkeiten liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Dazu müssen zunächst etliche Vernehmungen und Ermittlungen durchgeführt werden.