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Seltene Fundstücke

Seltene Fundstücke
Präsentieren stolz die alten Bibeln (v.l.): Theo Berger, Walfried Schubert Dr. Klaus Laumen und dem früheren Kbs-Geschäftsführer Thomas Kutschke. FOTO: Kbs
Mönchengladbach. In der Kbs Akademie für Gesundheitsberufe am St. Kamillus sind zwei historische Schätze aus der alten Bibliothek des Kamillianer-Ordens entdeckt worden. Von der Redaktion

Schon vor langer Zeit hatte der Kamillianer-Orden Restbestände seiner Bibliothek der Kbs überlassen. Die zum Teil sehr alten Bücher mussten zunächst einmal für mehrere Jahre vakuumiert und eingeschweißt werden, damit Feuchtigkeit und Pilzbefall bekämpft werden konnten.

Kürzlich hat Theo Berger, Fachliche Leitung Pflege, die Bibliotheksbestände ausgepackt und dabei einen ganz besonderen Fund gemacht: Bei der ersten Sichtung kamen zwei besonders alte Bibelausgaben zum Vorschein; die eine in deutscher Sprache von 1691, die andere – weitaus spektakulärer – aus dem Jahr 1541 in lateinischer Sprache, also ziemlich genau 100 Jahre nach der Luther-Bibel.

Dr. Klaus Laumen, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Mönchengladbach und Prüfungsvorsitzender bei den Examensprüfungen der Gesundheits- und Krankenpflege, erklärte sich gerne bereit, das Titelblatt ins Deutsche zu übertragen. Wie sich herausstellte keine leichte Aufgabe, da spätmittelalterliches Latein so seine Tücken hat. Unterstützung bekam er von Walfried Schubert, Lateinlehrer an der Marienschule, der mit zur Aufklärung beitragen konnte: Diese Bibel wurde aus dem Hebräischen von dem Dominikanerpater Xantes Pagnino aus Lucca übersetzt und in Köln gedruckt.

(Report Anzeigenblatt)