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Sich weniger alleine fühlen

Sich weniger alleine fühlen
Sie gehören zum harten Kern und engagieren regelmäßig sich in der ZWAR-Gruppe.
Rheydt (sk). Im Netzwerk ZWAR gestalten Menschen ab 55 gemeinsam ihre Freizeit. Am 19. März feiern sie ihr fünfjähriges Bestehen. Von Simone Krakau

Wenn morgens der Wecker nicht mehr klingelt: Der Eintritt in den Ruhestand und die damit gewonnene Freizeit ist oftmals ein einschneidendes Erlebnis im Leben eines Menschen. Um diesen Lebensabschnitt aktiv und gemeinsam zu beschreiten, haben sich Mönchengladbacher vor mittlerweile fünf Jahren zusammengetan und die ZWAR-Gruppe gebildet.

ZWAR steht für „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ und ist ein Netzwerk für Menschen ab 55; insgesamt gibt es sie in rund 60 Kommunen in NRW. Gemeinsam gestaltet die Gruppe ihre Freizeit miteinander. Ob zusammen Wandern oder Walken gehen, Rad fahren, einen Foto-Kurs machen oder sich über Literatur austauschen – alles ist freiwillig, abwechslungsreich und ohne festen Mitgliedsbeitrag. Von einem vorgefertigten Programm aber keine Spur. „Jeder kann hier seine Ideen mit einfließen lassen. Alle Aktivitäten werden mit den Mitgliedern in den Basistreffen besprochen und abgestimmt“, sagt Teilnehmerin Christiane Elsbroek. Diese Treffen finden im Zwei-Wochen-Takt im Anna-Ladener-Haus, Odenkirchener Straße 3 a, statt. „Da kommt aber meist nur der harte Kern“, weiß Teilnehmerin Roswitha Zenses. Das sind um die 50 Leute, insgesamt zählt die ZWAR-Gruppe 90 Mitglieder.

Erika Züwerink gehört zu diesem Kern. Sie ist der Gruppe vor ein paar Jahren beigetreten, um sich in der Stadt nicht mehr so alleine zu fühlen – dieser Schritt stellte sich als großer Erfolg heraus. „Ehrlich gesagt kann ich nicht mehr durch die Stadt gehen, ohne jemandem aus der Gruppe zu begegnen“, lacht die Teilnehmerin.

Mittlerweile gibt es die Gruppe bereits seit fünf Jahren. Gefeiert wird am 19. März im Paritätischen Zentrum, Friedhofstraße 39, bei Kaffee und Kuchen. Hier kann jeder vorbeischauen und sich informieren, alles ganz unverbindlich. Auch alleine könne man der Gruppe super beitreten. „Das man sich hier verloren fühlt, kann gar nicht erst passieren“, betont Zenses. „Wir fangen unsere neuen Teilnehmer immer auf und führen sie in unsere Aktivitäten ein.“

(Report Anzeigenblatt)
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