| 13.21 Uhr

Sicherheitskräfte nehmen deutschen Jihadisten fest

Mönchengladbach/Düsseldorf. Nach umfangreichen Ermittlungen wurde jetzt ein 29-jähriger Mann aus Mönchengladbach-Rheydt am Flughafen Düsseldorf festgenommen. Er wollte sich durch die Ausreise in die Türkei dem Zugriff der Ermittlungsbehörden entziehen. Von der Redaktion

Gegen den Tatverdächtigen, der seit Jahren zur hiesigen salafistischen Szene gehört und auch Mitglied des Vereins „Einladung zum Paradies“ war, wird seit geraumer Zeit ein Ermittlungsverfahren wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (§ 89a StGB) durch die Staatsanwaltschaft Düsseldorf geführt. Er wird verdächtigt, sich zwischen Juli und Ende September 2014 in Syrien an Kampfhandlungen im Krisengebiet beteiligt zu haben. Darüber hinaus steht er im Verdacht, dass er sich zu diesem Zweck dort im Umgang mit der Waffe unterweisen ließ.

Seit seiner Rückkehr im Oktober 2014 stand er unter Beobachtung des hiesigen Staatsschutzes. Anfang 2014 erwirkten die Behörden gegen ihn ein Ausreiseverbot.

Aufgrund neuer Beweismittel, welche die bewaffnete Beteiligung des Tatverdächtigen an Kampfhandlungen in Syrien belegen, und dem Bekanntwerden seines Vorhabens, trotz Ausreiseverbotes in die Türkei auszureisen, beantragte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am vergangenen Mittwoch einen Haftbefehl gegen ihn und die Einsatzkräfte griffen am Flughafen Düsseldorf zu. Der Verdächtige ließ sich widerstandlos festnehmen. Konkrete Hinweise auf die Vorbereitung eines Anschlags in der Bundesrepublik Deutschland liegen derzeit nicht vor.

(StadtSpiegel)