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Sie wollen nachhaltig helfen

Sie wollen nachhaltig helfen
Nina Kröger, Corinna Hilgner, Katharina Wirth und Franziska Souren (v. l.) wollen das Shangri Waisenhaus weiterhin unterstützen und sind auf der Suche nach neuen Mitgliedern für ihren Aktionskreis. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Vier ehemalige Studentinnen der Hochschule Niederrhein gründen Aktionskreis und unterstützen Waisenhaus in Nepal. Von Simone Krakau

Neues Land, neue Kultur: vier ehemalige Studentinnen des Fachbereichs Sozialwesen/Soziale Arbeit der Hochschule Niederrhein arbeiteten 2012, im Rahmen eines Praxissemesters, vier Monate lang in einem nepalesischen Waisenhaus. Dort wohnten sie in einem Gästehaus neben dem Shangri-La Waisenhaus und arbeiteten täglich mit den Kids. „Die Arbeit dort hat mir persönlich sehr viel gegeben – so viel kann ich gar nicht zurückgeben“, verrät die 24-jährige Corinna Hilgner. „Dieses Land mit seiner Kultur, den herzlichen Menschen, der Natur und leider auch der Armut hat uns auf verschiedenste Weise bereichert“, ergänzt die 22-jährige Franziska Souren. Gemeinsam mit den Waisenkindern stellten die ehemaligen Studentinnen ein Projekt auf die Beine und fertigten gemeinsam Handarbeiten an, um diese anschließend in Deutschland als freie Spende zu verkaufen.

Durch die Hochschule sind die Studentinnen damals auf das Shangri-La Waisenhaus und das Projekt Govinda Entwicklungshilfe e.V. mit Sitz in Aalen aufmerksam geworden. Dieses Projekt wurde 1998 gegründet und zählt mittlerweile 610 Mitglieder mit zehn Aktionskreisen in vielen deutschen Städten sowie in Österreich und der Schweiz, welche sich für gesellschaftlich benachteiligte Menschen in Nepal einsetzen. „Um nachhaltig helfen zu können, haben wir dann Ende letzten Jahres beschlossen, auch einen Aktionskreis zu gründen.“

Der Aktionskreis Mönchengladbach ist der erste in NRW. Noch besteht dieser aus vier Mitgliedern – doch die jungen Frauen hoffen auf weitere Mitglieder. „Wir wollen gerne wachsen und heißen jeden willkommen, der helfen möchte.“ Ganz egal ob pädagogische, medizinische oder auch handwerkliche Hilfe vor Ort oder aber auch von Deutschland aus – den Ideen seien keine Grenzen gesetzt. „Die Teilnahme am Aktionskreis ist nicht verpflichtend und kostenfrei. Interessierte können sich auch bei einem Treffen gerne erst einmal einen ersten Eindruck verschaffen“, betont Souren.

Am 14. April, 16 Uhr, gibt der Aktionskreis dazu in der Hochschule Niederrhein die Möglichkeit. Gezeigt wird der Film „Die Kinder von Shangrila“, die selbst gehäkelten Mützen und Schals sowie die geknüpften Freundschaftsbänder werden im Nachhinein zum Verkauf angeboten. Die Einnahmen gehen dann an das Waisenhaus. „Bei Govinda wissen wir, dass die Hilfe ankommt“, sagt Souren.

(Report Anzeigenblatt)