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Slow Food-Motto: Retten durch Aufessen

Slow Food-Motto: Retten durch Aufessen
Mönchengladbach. Slow Food ist das Gegenteil von Fast Food. Statt schnell und Hauptsache abgefüllt, will die Slow Food Bewegung mit Genuss und Verantwortung speisen. In der Slow Food-Gruppe Düsseldorf gibt es jetzt auch einige Gladbacher, die für hiesige Traditionsschmankerl die Werbetrommel rühren wollen. Von Ulrike Mooz

Das Mönchengladbacher Traditionsbrot Onjeschwedde oder die feinen Heinemann-Pralinen – traditionell ohne Konservierungsstoffe – das sind nach Meinung der Slow Food-Mitglieder Gerd Schneider und Bernd Woltmann original Gladbacher Produkte, die möglicherweise in einem Gladbacher Slow-Food-Guide Erwähnung finden könnten. Selbstverständlich erst, nachdem man sie genau unter die Lupe genommen hat. „Slow Food, das bedeutet gut, sauber, fair und regional“, sagt Gerd Schneider. Der Mönchengladbacher gehört zur Düsseldorfer Slow Food-Gruppe und findet, dass es Zeit ist, dass schützenswerte Gladbacher Lebensmittel – egal ob in Form originaler Rezepte, regionaler Obst- und Gemüsesorten oder aus nachhaltig kochender Gastronomie – endlich auch gebührende Beachtung finden sollen. Motto: Retten durch Aufessen.

Dass es dabei weder um Ideologie, noch um missionarischen Eifer geht, ist ihm und seinem Slow Food-Kollegen Bernd Woltmann besonders wichtig. Im Vordergrund soll der Genuss beim Essen stehen und bei der täglichen Entscheidung, was auf den Teller kommt, möchten die beiden den Blick der Menschen für regionale Produkte mehr schärfen.

In Deutschland ist Slow Food noch jung. In Italien dagegen gebe es bereits eine Slow Food-Uni, in der man Hotelfach und Lebensmitteltechnik studieren könne, so Schneider. Schneider selbst, seit Jahren Hobbykoch, kam auf den Geschmack, als er von einem Slow Food-Koch bekocht wurde.

(Report Anzeigenblatt)