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So geht’s den Bach runter!

So geht’s den Bach runter!
Hundekotbeutel landen im Bungtbach, hier an der Stiegerfeldstraße. FOTO: Stadt Mönchengladbach
Bungt (pmg). Hundekotbeutel landen im renaturierten Bungtbach. Vor allem die Stelle an der Stiegerfeldstraße, an der das Regenwasser in den Bach eingeleitet wird, ist ein richtiger Schandfleck geworden. Ein kleiner Appell an alle Hundehalter: Entsorgt die Beutel im Mülleimer! Von der Redaktion

Mit hohem finanziellem Aufwand hat die NEW AG in den vergangenen fünf Jahren den Bungtbach von der Stiegerfeldstraße bis zur Korschenbroicher Straße renaturiert. Der natürliche Gewässerverlauf des Baches wurde wiederhergestellt, Retentionsräume geschaffen, um das Regenwasser, das den Bach speist, schadlos zurückhalten zu können und Überflutungen im angeschlossenen Kanalnetz zu vermeiden. Entlang des sich über zwei Kilometer durch das Stadtgebiet schlängelnde Fließgewässers ist eine natürliche Auenlandschaft entstanden, in die rund 14 000 heimische Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt wurden.

Die Freude über das gelungene Projekt wird allerdings schon wenige Monate nach seiner Vollendung erheblich getrübt, wenn man sich die Stelle an der Stiegerfeldstraße anschaut, an der das Regenwasser in den Bach eingeleitet wird: Zahlreiche Hundekotbeutel dümpeln direkt hinter dem Regenklärbecken im Bungtbach.

Das Einzugsgebiet des Klärbeckens ist sehr groß, deshalb lässt sich nicht exakt ausmachen, wo genau die unappetitliche und umweltschädliche Fracht ins Entwässerungssystem gerät. Die Vermutung liegt aber nahe, dass Hundehalter die Kotbeutel achtlos in den nächsten Gully geworfen haben, so die Pressestelle der Stadt Mönchengladbach. Anscheinend ist es einigen Bürgern nicht bewusst, dass sie mit der Entsorgung der Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner an einer Straßensenke die Gewässer belasten. Genauso "gut" könnten sie die Beutel gleich in den Bungtbach, den Gladbach oder die Niers werfen – das Ergebnis ist das gleiche.

Warum sich einige Halter erst die Mühe machen, den Hundehaufen ins Tütchen zu packen, aber dann den Weg zum nächsten Mülleimer oder zur eigenen Mülltonne scheuen, bleibt den Menschen, die sich für mehr Sauberkeit in der Stadt engagieren, ein Rätsel.

(StadtSpiegel)