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Sport hilft gegen Langeweile

Sport hilft gegen Langeweile
Sportliche Betätigung hilft den Flüchtlingen im TIN gegen die Langeweile. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Etwas mehr als 100 Flüchtlinge leben derzeit in der Unterkunft im TIN. Eines der größten Probleme bei den jungen Flüchtlingen ist dabei die Langeweile. Daher werden dringend Spielsachen und auch Sportutensilien gebraucht, um Abhilfe zu verschaffen. Von David Friederichs

Die einen spielen ein paar Bälle mit Tennisschlägern hin und her, andere halten einen Fußball hoch. Es ist ein bisschen Sport, der aber viele der Flüchtlinge in der Unterkunft im TIN zumindest für einen Augenblick vergessen lässt, was ihnen zugestoßen ist, dass sie fernab der Heimat nun hier ein neues Leben führen. Mittendrin steht auch Winfried Hamacher. Der ehemalige Unternehmer ist mindestens einmal wöchentlich im TIN und will nur eins: helfen. „Viele Flüchtlinge sind aufgrund ihrer Erfahrungen traumatisiert. Aber das größte Problem hier ist die Langeweile“, erzählt er. Statt selber nur zu Hause zu sitzen, wollte er etwas tun. „Ich habe schon Tennisschläger und Fußbälle besorgt, damit die Leute beschäftigt sind. Dann entstehen auch keine Aggressionen und sie machen keinen Unsinn“, so Hamacher, der nicht nur Flüchtlingen hilft, sondern sich auch in Altenheimen oder Kindergärten engagiert. Mit einigen ist er schon im Tagebau gewesen, Mittwoch ging es in die Skihalle und auch eine Fahrt zum Rhein ist geplant.

Doch es braucht noch mehr Hilfe, als die von Hamacher, gerade für die Kinder der Flüchtlingsfamilien. „Wir können fast alles gebrauchen. Puppen für die Mädchen, Spiele, ausrangierte Tore zum Fußballspielen, eine Tischtennis-Platte oder auch ein Kicker“, verdeutlicht Hausmeister Mike Mertens. Auch ein kleines Planschbecken würde gerade bei diesen Temperaturen für viel Freude sorgen. Derzeit teilen sich die Bewohner zudem nur einen Fernseher, ein paar weitere (nur mit DVB-T Antenne oder Receiver) würden auch dafür sorgen, dass ein wenig mehr Abwechslung in den Alltag kommt.

Bis zu 250 Flüchtlinge können im TIN aufgenommen werden, in den großen Schlafsälen sollen in naher Zukunft Wände eingezogen werden, damit man zumindest ein bisschen Privatsphäre schaffen kann.

(Report Anzeigenblatt)
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