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SSB: Neue Satzung und ein neuer Präsident

SSB: Neue Satzung und ein neuer Präsident
Oberbürgermeister Hans Willi Reiners mit dem neuen Ehrenpräsidenten Bert Gerkens und dem neuen SSB-Präsidenten Wolfgang Rombey (rechts). FOTO: Franz Josef Ungerechts
Mönchengladbach (fju). Normalerweise findet die Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes Mönchengladbach alle drei Jahre statt. Besondere Vorkommnisse, wie die Verabschiedung einer neuen Satzung und die Wahl eines neuen Präsidenten, machten jedoch eine „außerordentliche“ erforderlich. Von Franz Josef Ungerechts

Eine umfassende Überarbeitung der SSB-Satzung war notwendig geworden, weil die rechtlichen Anforderungen an den Inhalt durch die Rechtsprechung, das Registergericht und das Finanzamt erheblich verschärft worden sind. Unter Federführung von Wolfgang Rombey hatte eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Mitglieder eine Neufassung vorbereitet und jetzt zur Abstimmung vorgelegt. Dass es Zeit für diese neue Satzung ist, erklärte Präsident Bert Gerkens zu Beginn der Abstimmung, denn eine Korrektur ist seit zwei Jahren überfällig. „Außerdem“, so Gerkens, „gefährdet die alte Fassung die Gemeinnützigkeit.“ So wurde die neue SSB-Satzung, die sich an die Mustersatzung des Landessportbundes anlehnt, einstimmig von den Vereinsvertretern verabschiedet.

Als Präsident führte Bert Gerkens bis zum Tagesordnungspunkt 9 durch die Veranstaltung im Kaisersaal des Hauses Erholung. Besonders geehrt wurden von ihm Udo Neuß (RTV) und Reinhold Rickens (PSV) mit der SSB-Ehrennadel; Gold erhielt Edmund Drewitz vom SC Hardt. Kassenbericht, Kassenprüfung und Haushaltsplan 2015 wurden danach zügig abgearbeitet.

Der Tagesordnungspunkt 9 schließlich bedeutete eine Zäsur in der Führung des Stadtsportbundes. Bert Gerkens erklärte nach 17 Jahren seinen Rücktritt: „Ich trete hiermit vom Amt des Präsidenten des SSB zurück und fordere sie auf, einen neuen Präsidenten zu wählen!“ Gleichzeitig bat er die Versammlung, den bisherigen Vizepräsidenten Wolfgang Rombey in das Präsidentenamt zu wählen. Rombey, Wunschkandidat von Gerkens, hatte als „Vize“ über ein Jahr Zeit, sich auf das Amt vorzubereiten, er bringt 16 Jahre Erfahrung als ehemaliger Mönchengladbacher Stadtdirektor mit. In gleicher Funktion war er sieben Jahre für die Stadt Aachen tätig. Wegen der notwendigen Außerordentlichen Mitgliederversammlung ist die Amtszeit zunächst auf ein Jahr beschränkt und bekommt im nächsten Jahr, bei der dann „Ordentlichen“, ihren normalen Drei-Jahres-Rhythmus. Wolfgang Rombey: „Ich habe noch nicht die Erfahrung wie Bert Gerkens, doch werbe ich heute um ihr Vertrauen!“ Das bekam er ausgesprochen und zwar einstimmig. Seine erste Amtshandlung war die Ernennung von Bert Gerkens zum Ehrenpräsidenten des SSB, die vorher einstimmig von den Delegierten gefordert worden war. Zu Ehrenmitgliedern wurden Peter Hartmann (SV Wickrathhahn) und Theo Rickenbach (SV Odenkirchen) gewählt

Durch die Verschiebungen im Präsidium wurde Dr. Christof Wellens (bisher Schiedsgericht) Vizepräsident. An der Spitze des Schiedsgerichts stehen nun die beiden Rechtsanwälte Dr. Lutz Hähle (Vorsitzender) und Dirk Niessen (Stellvertreter).

Der Stadtsportbund wurde am 27. Januar 1975 als Nachfolger der Sportbünde Mönchengladbach und Rheydt und unter Einbeziehung der Wickrather Vereine gegründet. Bert Gerkens ist seit über 36 Jahren dabei, davon 17 Jahre als Präsident. Er leitete die Geschicke von Mönchengladbachs „größter Bürgerbewegung“ mit über 107.000 Mitgliedern und den rund 200 Sportvereinen.

(Report Anzeigenblatt)