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St. Martin in Okerke

St. Martin in Okerke
Den Bettler gibt schon seit einigen Jahren Toni Brenner (Foto r.). Pferd Piccolo und St. Martin, alias Sven Menze, kommen vom Reitstall Krings in Jüchen.
Odenkirchen. Es war 1980, als die Odenkirchener beschlossen haben, mit „etwas Großem“ Aufmerksamkeit zu erregen. Der Heimatverein erfand den Odenkirchener St. Martinszug, in dem sich fast alle Schulen des Ortes zusammen schlossen. Heute um 18 Uhr zieht er zum 36. Mal. Dazu gibt es einen kleinen Martinsmarkt und verkaufsoffene Geschäfte. Von Ulrike Mooz

Wie viele Menschen der St. Martinszug in Odenkirchen jährlich auf die Straße holt? Wie viele Kinder im Zug mit laufen? Werner Scholz, Organisator und Vorsitzender des Heimatvereins, weiß es nicht so genau. „Da kursieren die wildesten Zahlen“, sagt er. Weit mehr als Tausend laufen im Zug mit und die Zuschauer stehen mehrreihig. Vor den Zügen von Borussia und Schaffrath war der Odenkirchener Zug jedenfalls immer der größte von Mönchengladbach.

Fünf Schulen, fünf Musikkapellen, die Johanniter und die Kolpingfamilie laufen mit. Und es gibt einige Besonderheiten: So wird jedes Jahr ein bengalisches Feuer am Ufer des Badhotelweihers entzündet. „Bisher hatten wir immer Bengalos, die drei Minuten brennen, jetzt haben wir welche mit zehn Minuten“, verrät Werner Scholz. Er möchte, dass der Zug am Badhotelweiher inne hält und sich das Schauspiel ansieht, ein bisschen Entschleunigung täte gut, findet er.

Riesige beleuchtete Scherenschnitte auf Rädern - die Großfackeln - sind eine regionale Eigenheit, die den Odenkirchener Zug zudem ganz besonders machen. Die Schüler und Schülerinnen der Realschule haben für heute eine zweite Großfackel angekündigt.

Von 13 bis 18 Uhr öffnen die Odenkirchener Einzelhändler ihre Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag und auch der Martinsmarkt auf dem Martin-Luther-Platz wird seine Stände wieder aufbauen.

(Report Anzeigenblatt)