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Das letzte Grundstück im Gewerbegebiet Erftstraße ist vermarktet / Die ansässigen Unternehmen expandieren
Standort mit glänzender Perspektive

Giesenkirchen (jfk). Für Dr. Ulrich Schückhaus ist es das „Brot und Butter“-Geschäft: die Entwicklung kleinerer Gewerbegebiete und die Ansiedlung mittelständischer Unternehmen. Auch deshalb ist der Geschäftsführer von WFMG und EWMG froh, mit dem Gewerbegebiet an der Erftstraße eine echte Erfolgsgeschichte zu haben. Das letzte Areal ist nun verkauft worden, die Vermarktung ist abgeschlossen. Von Jan Finken

Insgesamt sechs Unternehmen mit annähernd 200 Mitarbeitern haben hier auf einer Gesamtgröße von 4,4 Hektar Bruttofläche beste Produktionsbedingungen vorgefunden. Wo früher die Kawneer Aluminiumverarbeitung mit rund 150 Mitarbeitern ansässig war, sind heute mit Reimann, Simons & Harren, ASG Aluminium und Stahl sowie ITZ GmbH und demnächst auch der Isoliertechnik Onkelbach renommierte und international tätige Unternehmen ansässig.

„Wir haben einen alten Industriestandort wiederbelebt und Platz für mittelständische Unternehmen geschaffen, die für ihr Wachstum neue Flächen brauchen. Mit den hier ansässigen Firmen hat der Standort eine exzellente Perspektive“, erklärt Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer der EWMG/WFMG. Darüber hinaus seien an diesem traditionsreichen Standort heute mehr Mitarbeiter beschäftigt als zur Kawneer-Zeit. Der kanadische Investor konzentrierte zur Jahrtausendwende seine Aktivitäten an anderen Standorten und schloss die damalige Aluminiumverarbeitung an der Erftstraße.

Die Entwicklungsgesellschaft der Stadt (EWMG) hatte das Grundstück für 1,5 Millionen Euro erworben und erschlossen. „Wir haben hier für unsere Expansion ideale Bedingungen vorgefunden“, so Volker Liebing, Geschäftsführer von Simons & Harren. Die Firma blickt auf eine mehr als 100-jährige Erfahrung in der Verpackungs- und Hebetechnik zurück und ist durch ihr erfolgreiches Chinageschäft in den letzten Jahren stark gewachsen. Die ASG Aluminium und Stahl GmbH setzt ebenfalls ihren erfolgreichen Expansionskurs fort. Seit Unternehmensgründung in 2001 hat sich das Unternehmen als kompetenter Partner kleinerer und mittlerer Unternehmen sowie Großkunden rund um individuelle Profillösungen aus Aluminium etabliert. Muhittin Usta, Geschäftsführender Gesellschafter der ASG plant im Frühsommer die Errichtung einer 1.250 Quadratmeter großen Produktionshalle. Mit einer Hallenhöhe von elf Metern und einem modernen Hochregallager sowie einem fest installierten Kran mit einer Kapazität von fünf Tonnen können auch in Zukunft Großprojekte professionell durchgeführt werden.

Die Reimann GmbH hat ihre Produktionskapazitäten ebenfalls erweitert. Mit einer Fläche von 1.000 Quadratmetern und einer modernen Krananlage verfügt der Stahlbauer nun über 5.000 Quadratmeter Produktionsfläche. Die ITZ Informationstechnologie Zentrum Rhein/Maas GmbH (ITZ) blickt als Systemhaus in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologie auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Die Ausbildung junger Menschen in den verschieden Bereichen der IT und Bürokommunikation ist für Geschäftsführer Harald Grünert eine Herzensangelegenheit. „Wir sehen uns als Dienstleister in einer wichtigen Brückenfunktion zwischen Anwendern und Herstellern“, so Grünert.

Die Unternehmen kooperieren untereinander und haben gemeinsame Kunden- und Lieferantenbeziehungen, die sie nun vertiefen wollen. „Wir haben hier ein Abbild der Mönchengladbacher Leitbranchen Maschinenbau, IT, Handel und Handwerk. Dazu sind Textil- und Logistikfirmen in unmittelbarer Nähe angesiedelt. Dieser gewerbliche Mix ist gut für die Unternehmen, aber auch gut für den Wirtschaftsstandort Mönchengladbach“, fasst Schückhaus die Erfolgsgeschichte zusammen. Die Wirtschaftsförderung hat das Projekt durch Projektmanager Willi Altenberg begleitet. Sowohl bei der einzelbetrieblichen Begleitung der Bauvorhaben in guter Kooperation mit der Stadt als auch bei der Fördermittelrecherche und Auswahl des Förderprogramms hat die Wirtschaftsförderung den Unternehmen Hilfestellung gegeben. „Und das hat prima geklappt“, erklärt Jürgen Kreutzer, Geschäftsführer der Reimann GmbH.

(Report Anzeigenblatt)