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Das Stiftisch Humanistische Gymnasium hat im Jubiläumsjahr eine neue Stiftung gegründet
Stiftung für den Förderpreis

Das Stiftisch Humanistische Gymnasium hat im Jubiläumsjahr eine neue Stiftung gegründet: Stiftung für den Förderpreis
Die Initiativgruppe gründete die Neue Stiftung für das Stiftisch Humanistische Gymnasium (v.l.): Steuerberater Franz-Josef Thelen, Lehrer Hanspeter Stapper, Schulleiter Heinz Theo Jacobs, Lehrerin Dorit Schroers, Lehrer Michael Bergemann, Eugen Viehof, ehemaliger Schüler, Lehrer Thomas Hollkott und Schüler Alexander Schuster. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (cc). Im Jubiläumsjahr „150 Jahre Gymnasium am Abteiberg“ hat das Stiftisch Humanistische Gymnasium auch eine neue Stiftung gegründet. Ziel dieser ist es, in jedem Jahr aus den Erträgen einen Förderpreis für Schüler, Ehemalige oder Freunde und Förderer auszuloben. Von Christina Caelers

„150 Jahre Gymnasium am Abteiberg“ - unter dieser Überschrift steht das diesjährige Jubiläum des Stiftisch Humanistischen Gymnasiums. Noch weiter zurück reisen muss man, um herauszufinden, dass bereits 1829 die Mönchengladbacher Bürger verschiedene Stiftungen für das katholische Progymnasium und die evangelische Höhere Bürgerschule gründeten, um die Wichtigkeit der humanistischen Bildung auch finanziell zu unterstützen. Die Stiftung wurde auch weitergeführt, als die beiden Schulen 1877 in dem Gebäude am Abteiberg vereint wurden, das 1864 als Schenkung an das Progymnasium ging.

Eben diesen Grundgedanken der bürgerlichen Verantwortung und die Tatsache, dass das Stiftisch Humanistische Gymnasium das Wort „Stiftung“ beinhaltet, motivierte die Verantwortlichen eine neue Stiftung für das Gymnasium zu gründen. „Durch eine Stiftung beteiligen sich Bürger, Schüler und Ehemalige am Gemeinwohl und tragen auch zum humanistischen Leitgedanken der Schule bei. So können wir den Schülern klar machen, dass es wichtig ist, Verantwortung zu übernehmen. Der Förderpreis, den wir aus den Zinserträgen des zusammengetragenen Stiftungsvermögen jedes Jahr ausloben werden, ist ein zusätzlicher Anreiz“, sagt Lehrer Hanspeter Stapper.

Als die Initiativgruppe, zu der die ehemaligen Schüler Eugen Viehof und Herwart Wilms, der Schulleiter Heinz-Theo Jacobs, der Steuerberater Franz-Josef Thelen, sowie Lehrerinnen und Lehrer gehören, sich auf „Betteltour“ machten, um das Stiftungsvermögen zusammenzutragen, stießen sie auf ausschließlich positive Resonanz. „Es ist wirklich toll zu erleben, wie viele Ehemalige sich bereitwillig gezeigt und die Stiftung finanziell tatkräftig unterstützt haben“, so Eugen Viehof.

So kam ein für die Genehmigung erforderliches Stiftungsvermögen von 50 000 Euro zusammen.

Ziel der Stiftung ist es, einen Förderpreis für Schüler, aber auch Ehemalige, Freunde und Förderer auszuloben, denen es in ihren Arbeiten beziehungsweise Aktionen gelingt, in besonderer Weise den humanistischen Leitgedanken und dem Prinzip Verantwortung gerecht zu werden. „Das kann zum Beispiel besonderes Engagement um gelungene Integration an der Schule oder in der Streitschlichtung sein. Es ist aber auch möglich, dass ein Schüler im Ausland besondere Verdienste vollbracht hat oder sich um nachhaltiges Wirtschaften bemüht. Der Themenbereich ist also nicht auf Geisteswissenschaften beschränkt“, so Stapper. Im Zuge des Wettbewerbs erhalten die Preisträger neben dem Preisgeld und einer Hans-Jonas-Plakette auch eine Urkunde, in der die Namen der Stiftungsgründer genannt werden. Über die Prämierung entscheidet das gegründete Kuratorium.

Der Förderpreis soll bereits 2015 das erste Mal verliehen werden, dann aber zunächst mit finanzieller Unterstützung eines bereits gefundenen Sponsors.

(Report Anzeigenblatt)