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Und der Pokal geht an...

Und der Pokal geht an...
Die Kür wird erstmal auf dem Holzbock geübt. FOTO: Horst Siemes
Mönchengladbach (gd). An diesem Wochenende findet der 5-Länder-Vergleichswettkampf im Voltigieren statt. Acht Mädchen aus Mönchengladbach und Umgebung werden dort das Rheinland vertreten. Von Gina Dollen

Ruhig schnaubend wartet Stute Netti an der Bande der Reithalle auf die Mädchen der Voltigiergruppe des RFV Hardter Wald. Die lieben Augen scheinen einen direkt anzuschauen. Sie geben einem das Gefühl von Ruhe und eine Art von „Okay, jetzt kann nichts mehr passieren“.

Seit Jahren ist die mittlerweile 21-jährige Merietta das Voltigierpferd der Mannschaft. „Netti ist unsere Lebensversicherung, ganz klar“, sagt die 19-jährige Anna Maria Gehlen lächelnd. Sie voltigiert seit acht Jahren und ist über das Ballett zum Sport gekommen, denn das wurde ihr irgendwann zu langweilig. Turnen auf dem Pferd, das sollte die neue Herausforderung werden.

Die Mädchen im Alter von zehn bis 29 Jahren haben es mittlerweile bis zur Leistungsklasse M geschafft und sich jetzt für den Fünf-Länder-Vergleichswettkampf, der an diesem Wochenende stattfindet, qualifiziert. „Wir vertreten dort mit anderen zusammen das Rheinland, das ist schon eine große Ehre. Auf dem Turnier wird wirklich Fußballstadion Atmosphäre herrschen“, erzählt Trainerin Kirsten Boos.

Neben den acht Pflichtübungen muss auch eine vierminütige Kür gezeigt werden, und die wird erstmal auf einem Holzbock geübt. Jeder Griff, jede Pose muss sitzen. „Zieh, zieh, zieh, ja, gut so, achte auf die Füße, Rücken gerade“, spornen sich die Mädchen untereinander an. Dreimal die Woche wird trainiert, zweimal in der Halle und auf dem Pferd, einmal in der Turnhalle um Kraft, Ausdauer, Dehnung und Koordination zu üben.

„Dieser langjährige Zusammenhalt, dass alle trotz Schwierigkeiten füreinander da sind, dass hier keiner, trotz der Leistungsklasse, verbissen wird und alle Spaß an dem Sport haben, das macht uns zu so einer tollen, lustigen Truppe“, sagt Kirsten Boos und schaut lächelnd zu ihren Mädchen rüber.

In diesem Moment bereitet sich die Mannschaft gerade auf die große Kür vor. „Unsere stärksten Gegner werden bestimmt die Düsseldorfer, die sind immer stark“, berichtet die 20-jährige Lena Zumbroich, die besonders die Mischung aus Turnen auf dem Pferd und Teamsport liebt.

Ob die Mädels den Pokal wie schon einmal im Jahr 2014 nach Hause holen, das entscheidet der heutige Tag.

(Report Anzeigenblatt)