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Polizei stellte neue Bezirksbeamte vor/ Erfahrung mit Dienst am Bürger
Vier neue Schutzmänner

Polizei stellte neue Bezirksbeamte vor/ Erfahrung mit Dienst am Bürger: Vier neue Schutzmänner
Alfred Peters (l.), Christoph Mühlenbroich (2. v. l.), Ralf Walter (3. v. l.) und Fred Sczesny (2. v. r.) kamen mit ihren Chefs Bezirksdienstleiter Peter Michael Modespacher (r.), Thomas Dammers, leitender Polizeidirektor (Mitte), und Reinhard Lenzen-Fehrenbacher, Polizeidirektor, zur Vorstellung im Präsidium. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (um). Wenn der Schutzmann ums Eck kommt...: Vier Bezirkspolizisten haben gerade ihre neuen Bereiche übernommen. Am Mittwoch wurden sie der Presse vorgestellt. Von Ulrike Mooz

Sie sind das Ohr zum Bürger, Ansprechpartner wenn es Probleme gibt, sie sorgen dafür, dass der Schulweg sicher ist und der St. Martinszug ohne Zwischenfälle, manchmal nehmen sie auch Verhaftungen vor oder suchen Zeugen - Bezirkspolizisten haben eine absolute Vertrauensstellung. „Bezirkspolizist wird man bei uns nicht am Ende der Dienstzeit, sondern wenn man Erfahrung hat im Dienst am Bürger“, sagt Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre. Am Mittwoch stellte er vier erfahrene Polizisten vor, die gerade ihren Dienst als Bezirkspolizist angetreten haben: Alfred Peters, 57, der seit 1998 als Bezirkspolizist für Hehn, Holt und Dorthausen unterwegs ist, kann man neuerdings auch in einigen Bereichen von Hardt antreffen. Fred Sczesny, 52, früher im Wechseldienst und in der Einsatzleitstelle, betreut jetzt Bonnenbroich und den Bereich um Schloss Rheydt. Ralf Walter, 55, hat vorher Streifendienst und Innendienst bei der Direktionsleitung geschoben und ist jetzt für den Ortskern Wickrath zuständig. Er arbeitet zusammen mit einem weiteren Kollegen, der in Wickrath Land unterwegs ist. Und Christoph Mühlenbroich, 53, kennt seinen Bezirk Pesch schon sehr gut, weil er dort vorher Streife gefahren ist.

„Wir stehen alle hinter dem Bezirksdienst. Wenn Bezirksbeamte ausscheiden, geben wir uns alle Mühe, die Stellen neu zu besetzen“, sagt Polizeipräsident Tirre. Nirgendwo in Mönchengladbach gäbe es da weiße Flecken. Pro 10 000 Bürger ist ein Bezirksbeamter im Einsatz, 28 sind es insgesamt, die Bezirksdienstleiter Peter Michael Modespacher unterstehen.

Alfred Peters kennt den Job schon länger, bringt den Kindern bei, wie man sich im Straßenverkehr verhält, besucht die neu Zugezogenen im Neubaugebiet Dahlener Heide und hat ein Auge auf die Jugendfreizeitstätte in Holt. Manchmal hätten die Leute Beschwerden über Lärm oder ruhenden Verkehr, manchmal erzählten sie ihm auch Belanglosigkeiten, sagt er. All das gehöre zum Job des Bezirkspolizisten dazu. Meistens ist Peters zu Fuß oder mit dem Bus unterwegs - zumindest, wenn es nicht schnell gehen muss. Regelmäßig lässt er sich in Schulen blicken, nimmt Einblick in Notfallakten - etwa wenn sich Diebstähle häufen. „Manchmal gehe ich auch einfach nur ’Tach’ sagen und einen Kaffee trinken“, sagt er.

Ihre Büros haben die Bezirkspolizisten in den Bezirksverwaltungsstellen. „Es liegt uns sehr daran, das Bedürfnis der Stadt, mit der Polizei zusammen zu arbeiten, widerzuspiegeln“, sagt der Polizeipräsident. In den Verwaltungsstellen seien auch einfach mehr Augen und Ohren. „Von dieser Ordnungspartnerschaft lebt der Bezirksbeamte“.

Für Fred Sczesny, der sich wie seine Kollegen speziell für die neue Stelle beworben hat, ist der neue Job als Bezirkspolizist Polizeiarbeit in Reinkultur und das absolute Highlight.

Auf seine Männer könne er sich absolut verlassen. Das sei auch nötig, weil er sie persönlich nur selten zu Gesicht bekäme, sagt Bezirksdienstleiter Modespacher. Er müsse darauf vertrauen können, über alles Wesentliche informiert zu werden. Das Einzige, was fehle, sei eine Frau im Dienst. „Es wäre super, wenn wir auch endlich einmal eine Bezirksbeamtin hätten“, findet er.

(Report Anzeigenblatt)