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Von Mönchengladbach nach China

Von Mönchengladbach nach China
Auf länderübergreifendem Erfolgskurs befindet sich das Team des Verbundprojekts „ChinaCare“, das am 3.11.2015 zur Fachtagung in der Mönchengladbacher Pflegeakademie „kbs“ zusammentraf.
Mönchengladbach. Mönchengladbach und China liegen gar nicht so weit auseinander, wie man zunächst denken mag. Zumindest nicht beim wichtigen Thema der qualifizierten und modernen Altenpflege. Auf diesem Gebiet ist die Mönchengladbacher Pflegeakademie „kbs“ absolute Expertin – und „exportiert“ als solche das begehrte Fachwissen sogar nach China. Von der Redaktion

Mönchengladbach und China liegen gar nicht so weit auseinander, wie man zunächst denken mag. Zumindest nicht beim wichtigen Thema der qualifizierten und modernen Altenpflege. Auf diesem Gebiet ist die Mönchengladbacher Pflegeakademie „kbs“ absolute Expertin – und „exportiert“ als solche das begehrte Fachwissen sogar nach China.

„ChinaCare“ heißt das große internationale Projekt, das seit 2013 zwischen der Medizinschule in der chinesischen Stadt Fushun und der renommierten „kbs“ für regen Austausch sorgt. Ziel des Projektes ist es, die in China dringend benötigten Altenpflege-Lehrkräfte zu qualifizieren, damit diese wiederum Altenpfleger professionell ausbilden. „Train-the-trainer“ heißt das Konzept. Die gemeinschaftliche Ausbildung von Fachkräften in China ist auch dringend notwendig. Das Land steht vor einem drastischen demografischen Wandel. Zudem müssen Menschen durch die bis 2015 geltende Ein-Kind-Politik die Herausforderung bewältigen, Großeltern und Eltern gleichzeitig zu versorgen. Die pflegerische Ausbildung von alten Menschen ist dementsprechend eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird.

„Die Versorgung pflegebedürftiger Menschen erfordert eine qualifizierte und moderne Ausbildung in der Altenpflege“, erläutert Thomas Kutschke, Leiter der Akademie für Gesundheitsberufe „kbs“. „In Deutschland ist das Niveau sehr hoch. Das Interesse an deutscher Pflege ist entsprechend groß. Wir freuen uns, mit der Pflegeausbildung „made in Germany“ einen wesentlichen Beitrag zum internationalen Wissensaustausch leisten zu können.“

Auf länderübergreifendem Erfolgskurs bewegen sich damit die Mönchengladbacher Altenpflege-Spezialisten. Gemeinsam mit ihren Partnern stellten sie nun auf einer Fachtagung in der „kbs“ neueste Erkenntnisse zum Projekt „ChinaCare“ vor. Aktuelle Herausforderungen und Lösungen, Perspektiven und Besonderheiten wurden von den renommierten Referenten erörtert. Verbundkoordinator Dr. Rüdiger Klatt vom gemeinnützigen Forschungsinstitut für innovative Arbeitsgestaltung und Prävention (FIAP e. V.)in Gelsenkirchen fasst zusammen: „Der Markt für Pflegeleistungen in China entwickelt sich gerade erst. Das Pflegesystem in China benötigt dabei Unterstützung durch Fachwissen aus Deutschland.“ Deutsches Know-how aus der professionellen Altenpflege wird erfolgreich nach China exportiert. Hierbei ist ein offener und gemeinsamer Austausch das „A und O“ – denn es gilt, kulturelle Unterschiede zu berücksichtigen. Nicht umsonst gibt es regelmäßig gegenseitige Besuche zwischen Fushun und Mönchengladbach. Fortschrittliche, zukunftsorientierte und kompetente Altenpflege verbindet eben die Welt. Der nächste Kongress ist schon in Planung: Er wird in der chinesischen Stadt Fushun stattfinden.

(Report Anzeigenblatt)