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Werbung für den Fairen Handel

Mönchengladbach. Ein Prunkwagen wirbt bei den Karnevalsumzügen für den Fairen Handel. Von der Redaktion

„Och mer Jecke sin FAIRrück!“ – unter diesem Motto fährt zum ersten Mal ein Prunkwagen als Werbeträger für den Fairen Handel bei den großen Karnevalsumzügen in Düsseldorf, Neuss und Mönchengladbach mit. Den Anfang machen die Neusser beim Kappessonntagszug am 7. Februar. Danach folgt der Rosenmontagszug in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Den Höhepunkt bildet dann der rund sechs Kilometer lange Veilchendienstagszug in Mönchengladbach mit mehr als 4 000 Aktiven und über 70 Wagen. Neben dem Mottowagen wird in Mönchengladbach auch eine 30-köpfige Fußgruppe mitziehen. Die Kostüme haben Studierende der Hochschule Niederrhein eigens für den Anlass entworfen – aus fairem Jeansstoff des Mönchengladbacher Ateliers Gardeur.

Mit fair gehandelten Kamellen, Schokolade und Rosen als Wurfmaterial wollen die Initiatoren ein Zeichen setzen für den Fairen Handel, der vor allem Kleinbauern in Afrika, Lateinamerika und Asien zu besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen verhelfen will. Die Idee zum Fairtrade-Karnevalswagen kam aus Neuss. Der frühere Prunkwagen des Düsseldorfer Prinzen aus der Session 2013/2014 – entworfen von Wagenbauer Jacques Tilly – musste nur geringfügig umgebaut werden. Schnell fanden sich bei den Karnevalspräsidenten und Eine-Welt-Initiativen in der Nachbarschaft Unterstützer für das Vorhaben.

„Der Faire Handel gehört zum Alltag und die Fairtrade-Towns Neuss, Düsseldorf sowie Mönchengladbach setzen mit fairen Wurfmaterialien im Karneval ein schönes Zeichen, das hoffentlich noch viele Nachahmer finden wird“, so Dieter Overath, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. bei der Vorstellung des Wagens. Während der Rhein-Kreis Neuss, die Kreisstadt Neuss und Düsseldorf bereits für ihr nachhaltiges Engagement im Fairen Handel als Fairtrade-Town ausgezeichnet worden sind, erwartet Mönchengladbach im März die begehrte Auszeichnung, die von TransFair e.V. verliehen wird. Bereits über 390 Kommunen in Deutschland haben sich der Fairtrade-Kampagne angeschlossen und engagieren sich mit vielen Partnern für den Fairen Handel.

(Report Anzeigenblatt)