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Wie Lücken in der Farbwelt

Wie Lücken in der Farbwelt
Anna Link und Marc-Daniel Kress (2.v.l.) sind gemeinsam mit Fabio Borquez (3.v.l.) die Künstler, die die erste Runde der #kunstroutealtstadt gestalten. Johannes Jansen (l.) von der Initiative Altstadt, Stadtplaner Taco de Marie (3.v.r.) und Kulturbüroleiter Dr. Thomas Hoeps (r.) freuen sich über die künstlerische Belebung der Altstadt. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach. Die Mönchengladbacher Altstadt ist ein Stückchen künstlerischer geworden: Auf der #kunstroutealtstadt können Besucher die Altstadt erwandern und dabei beeindruckende Fotografien entdecken. Von Yvonne Simeonidis

Wer mit offenen Augen durch die Mönchengladbacher Altstadt spaziert, hat sie vielleicht schon entdeckt – die acht großformatigen Fotografien, die diverse Häuserwände auf etwa der Weiher-, Rathausstraße oder Waldhausener Straße zieren.

Verantwortlich für diese „Freiluftgalerie“ zeichnet die Initiative Altstadt. „Wir möchten die Leute anregen, abseits der ausgetretenen Wege in Ecken zu schauen, die man sonst vielleicht übersieht“, erklärt Johannes Jansen, Vorstand Initiative Altstadt. Stadtplaner Taco de Marie fügt hinzu: „Die Stadt freut sich, manch hässliche und tote Fassade zu beleben.“

Finanziell unterstützt wurde die „#kunstroutealtstadt“ aus dem Fonds der Stadt Mönchengladbach für Bürgerprojekte und Wohnumfeldverbesserung 2014 mit 10 000 Euro. Das Kulturbüro mit Dr. Thomas Hoeps an der Spitze unterstützte die Initiative Altstadt inhaltlich und half auch bei der Auswahl der Künstler und deren Werken. „In unserer Stadt leben tolle Fotografen und Illustratoren“, freut sich Kulturbüroleiter Dr. Thomas Hoeps, „mit dieser Ausstellung bekommen sie eine besondere Plattform und werden Teil der Stadt.“

Die erste Runde wird mit Werken der Fotografen Anna Link und Marc-Daniel Kress (Link & Kress) und Fabio Borquez gestaltet. Bis Sommer 2017 können Altstadtbesucher die schwarz-weißen Momentaufnahmen („Sie wirken wie Lücken in der Farbwelt“ – Anna Link) von Link & Kress aus Städten wie Amsterdam, Havanna, Valetta und Lissabon und die eindringlichen Porträts von Fabio Borquez bewundern, dann bekommen die nächsten Künstler ihre Chance. Aktuell hängen acht Fotografien an unterschiedlichen Hauswänden der Altstadt. „Wir hoffen sehr, dass es mehr werden“, erklärt Johannes Jansen, „es gibt noch viele Stellen, die sich für unsere Kunstroute anbieten.“

(Report Anzeigenblatt)