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Kriminalstatistik 2014: Zahl der Straftaten in Gladbach gesunken
Zweitsicherste Stadt in NRW

Kriminalstatistik 2014: Zahl der Straftaten in Gladbach gesunken: Zweitsicherste Stadt in NRW
Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre (links) und Stephan Wey, Direktionsleiter Kriminalität, stellten die Zahlen für 2014 vor. FOTO: Andreas Baum
Mönchengladbach (um). Die Mönchengladbacher Polizei macht einen guten Job - das jedenfalls ist anzunehmen, wenn man die Kriminalitätsrate in der Vitusstadt mit der anderer Städte vergleicht. Am Donnerstag wurden die Zahlen für 2014 bekannt gemacht. Von Ulrike Mooz

Straftaten sind nie etwas Gutes, trotzdem konnten Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre und Stephan Wey, Direktionsleiter Kriminalität, zunächst einmal Gutes vermelden: Die Zahl der Straftaten in Mönchengladbach ist noch einmal gesunken. Während es auf Landesebene 1,1 Prozent mehr „Fälle“ gab, ist die Zahl hier 2014 um 0,5 Prozent (107 Fälle) gesunken. Damit ist Mönchengladbach hinter Bielefeld die zweitsicherste Stadt in NRW.

Von 22 409 registrierten Straftaten wurden im vergangenen Jahr 11 516 aufgeklärt, das ist genauso viel, wie 2013, etwas mehr als im Landesdurchschnitt und der Polizei nicht genug.

Einen großen Teil der Straftaten machen die Wohnungseinbrüche mit 683 Delikten aus. „Da sind allerdings die versuchten Einbrüche mitgezählt“, so Tirre. Zieht man die wieder ab, kommt man „nur“ auf 409 durchgeführte Einbrüche. Auch ein Ergebnis der polizeilichen Aufklärungsarbeit in Sachen Einbruchsicherung, die die Polizei mit monatlichen Veranstaltungen anbietet, sind sich Tirre und Wey einig.

Weniger positiv ist dagegen die Zunahme an Straßenkriminalität um sieben Prozent. Hier fiel unter anderem der Antänzer-Trick auf, mit dem vorwiegend nordafrikanische Straftäter sich in der Altstadt an Betrunkene heranmachen, sie umarmen und ihnen Handy und Geldbörse klauen. Da solche „kleineren“ Straftaten in der Regel unbefriedigend geahndet werden, hat die Polizei dafür gesorgt, dass erwischte Täter ein dreimonatiges Bereichsbetretungsverbot für die Altstadt bekommen. „Das hat die Vorfälle im Altstadtbereich deutlich reduziert“, so Stephan Wey.

Im Fokus des Kriminalkommissariats 22 ist außerdem eine Gruppe Landfahrer und Korbflechter, die vorwiegend alte Menschen zwischen 80 und 90 im Visier haben und sie berauben. In dem Zusammenhang sind bereits sieben Täter inhaftiert worden.

Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit ist außerdem die Eindämmung des Salafismus und die einher gehende Zunahme von Unterstützungstendenzen für terroristische Organisationen, die im nahen und mittleren Osten den Dschihad ausgerufen haben. Nähere Angab

en wollte die Polizei dazu aber aus ermittlungstechnischen Gründen nicht machen. Tötungsdelikte gab es sieben, davon vier versuchte.

(Report Anzeigenblatt)