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Als Autos Heckflossen hatten...

Als Autos Heckflossen hatten...
Ein 50er Jahre-Cadillac- mit Heckflosse natürlich. F
Willich (kg). ... trugen Männer Tolle und die Mädels Pettycoats, waren Elvis & Co. große Stars und in den Radios lief die „Moondogshow“. Die Radio-Sendung des legendären Radio-Jockeys Alan Freed, der jener Musik den Namen gab, die ganze Generationen bis heute bewegt. Er nannte sie „Rock’n’Roll“! Von Kellys Grammatikou

“Man muss sich nur einfach mal Vorstellen, was Alan Freed gemacht hat - er hat einem Musikstil einen Namen gegeben, der heute für viele Arten genutzt wird. Musik ist Rock’n’Roll, ein Auto ist Rock’n’Roll - alles was irgendwie cool ist, wird doch heute als Rock’n’Roll bezeichnet - und niemand weiß eigentlich woher der Begriff kommt und welchen originären Ursprung er hat“, sagt Mike Lawriw, einer der Veranstalter des Moondogballs, der am 25. März, ab 17 Uhr, im Saal Krücken in Willich veranstaltet wird. Alan Freed war seiner Zeit damals voraus. Also viele Radiostationen Bill Haleys Musik noch als Foxtrott bezeichneten und weiße oder schwarze Musik getrennt gehört wurden, gab Alan Freed allen Künstlern, egal welcher Hautfarbe, eine Plattform. Und seine „Moondogshow“ kam damals bei den Jugendlichen an - es war „die!“ Radionshow. „Damals hatten Radio DJ’s großen Einfluss - zu Zeiten als es noch keine Kassetten oder CD’s in Autos gab, wurde halt nur Radio gehört“, weiß Lawriw.

Chromveredelten Straßenkreuzer mit wuchtigen Kotflügeln oder Flugzeugähnlichen Heckflossen - dazu passte einfach nur der gute, alte „Rock’n’Roll“. „Unser Moondogball soll nicht nur eine Hommage an die Moondogshow von Alan Freed sein, er soll auch ein Lebensgefühl wider spiegeln - das der wilden 50er Jahre mitall seiner Musik, mit den Autos und natürlich der Atmosphäre“. Und er lebt immer noch - der gute Rock’n’Roll. Zahlreiche Bands, Musiker und DJ spielen ihn auf Partys und Festivals rund um den Globus.

So auch beim Moondogball. Mit „Cat Lee King & his Cocks“ und „High Jumpin Six“ sind wieder zwei Ausnahme-Bands am Start. Kevin Cutter und Rockin Daddy sind die DJs, die an den Plattentellern stehen und zwischen den Bandpausen für den richtigen Sound sorgen werden. „Außerdem bieten wir auch einen Tanzworkshop an, damit auch jeder Tanzbein schwingen kann“, sagt Mike Lawriw.

(Report Anzeigenblatt)