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Immer noch „Big in Japan“

Immer noch „Big in Japan“
Alphville kommen zur Sommermusik Schloss Rheydt. F
Mönchengladbach. Ihre Karriere begann mit zwei Megasongs, die Alphaville quasi über Nacht in die TopTen der internationalen Charts katapultierte. „Forever Young“ und „Big in Japan“ klingen immer noch wie der Soundtrack einer ganzen Generation. Von Kellys Grammatikou

Millionenschwere Titel, die ihnen den Status der Studioband mit größtmöglicher künstlerischer Freiheit einbrachte. „Wir haben unser Dasein im Elfenbeinturm genossen, alles ausprobiert und auf den stetigen musikalischen Wandel gesetzt. (...)“ erinnert sich Alphaville-Sänger Marin Gold. „Sehnsüchte und Zeitgefühl verschmelzen in sphärischen Synthesizersequenzen und werden so zur Hymne einer Popepoche.“ beschreiben Musikjournalisten die Musik von Alphaville.

Marin Gold ist der musikalische Kopf, der mit seiner außergewöhnlichen Stimme den Songs diese visionäre Athmosphäre einhaucht. „Wir waren absolute Anfänger ohne jede Erfahrung. Nach dem Do-It-Yourself-Geist des Punk haben wir unsere Drum-Sequenzen auf einer Zweispur-Maschine geloopt. Es gab ja keinen Drummer! Somit mussten wir auf diese frühe Sampling-Form zurückgreifen, bevor der Begriff ‚Sampling’ überhaupt existierte“, beschreibt er die Anfangsjahre in Berlin.

Seit Mitte der neunziger Jahre touren ALPHAVILLE kreuz und quer über den Globus. Mit gefeierten Tourneen von Salt Lake City bis Singapur, von Russland bis Südafrika. „Gerade im Ausland müssen wir uns mit den Gespenstern der Vergangenheit nicht herumschlagen. Unsere Musik ist dort wichtiger, nicht das längst vergessene Image aus den achtziger Jahren“, beschreibt Marian Gold den Status von ALPHAVILLE auf der internationalen Pop-Landkarte. „We must have played for more than twenty years – we must have thought that we’re immortal.“ ALPHAVILLE blicken zurück nach vorn. Ein beherztes Weitermachen der Klangpioniere der elektronischen Popmusik nach 32 Jahren Bandgeschichte.

(Report Anzeigenblatt)