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Teenies, Tussis, Tafeldienst

Teenies, Tussis, Tafeldienst
Martin Schopps kommt mit seinem Programm „Teenies, Tussis, Tafeldienst“ am 27. April ins Kunstwerk. FOTO: Michael Schopps
Wickrath. Seit Jahren zählt Martin Schopps mit seinem bissigen Humor zur Champions League der Kölner Karnevalsredner. Nun begeistert der ehemalige Lehrer mit seinem Programm „Teenies, Tussis, Tafeldienst“ abseits von Tusch und Pappnase das Publikum – am Donnerstag, 27. April , live im Kunstwerk Wickrath. Von der Redaktion

„Setzen, sechs!“ Wenn Martin Schopps das Klassenbuch öffnet und den „Tafeldienst“ einteilt, bleibt kein Auge trocken. Ob Merksatz, Dreisatz oder Satzbau, als Lehrer für Deutsch und Sport und Vater zweier schulpflichtiger Kinder weiß Schopps, wovon er spricht. Nämlich von dem ganz normalen Wahnsinn an Deutschlands Lehranstalten – im Klassenraum, Lehrerzimmer und auf dem Pausenhof. Erziehungsberechtigte in geistiger Quarantäne beim Elternsprechtag, Schüler mit Lernallergie oder weichgespülte Kollegen im pädagogischen Kuschelmodus.

Pointenreich, mit ungeheurem Sprachwitz und immer auf den Punkt erzählt der 42-Jährige aus dem beruflichen und privaten Nähkästchen – Schwamm drüber war gestern! Ganz ohne Bütt und Kostüm, dafür mit viel Humor und Gitarre berichtet er aus seinem Leben – und spricht seinen Zuschauern dabei aus der Seele.

Lethargische Lehrer, entbehrliche Eltern oder Jugendliche im Wissenszölibat – er kennt sie alle, denn sie haben ihn oft genug zur Verzweiflung getrieben. Die Nachbarn und die eigene Familie sind für Schopps ein Quell urkomischer Geschichten. Und er nimmt sie allesamt – und dabei auch sich selbst – ganz gehörig aufs Korn. Schopps offenbart, wie enorm sich heutzutage die Weltsicht verändert, wenn Jugendliche ihr Wissen einzig aus Doku- Soaps beziehen: „Wenn ich im Unterricht frage, welche Aufgaben Bauern haben, bekomme ich zur Antwort: ‚Die arbeiten bei RTL und suchen eine Frau.’“

(Report Anzeigenblatt)