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Einmal im Jahr kommen sie alle

Geistenbeck. Einmal im Jahr Erinnerungen austauschen: Die Ehemaligen der Volksschule Geistenbeck trafen sich. Von der Redaktion

Die Ehemaligen des Einschulungsjahrgangs 1946 an der damaligen Volksschule Geistenbeck, der heutigen Gemeinschaftsgrundschule Steinsstraße, treffen sich bis heute regelmäßig zu irgendeinem Zeitpunkt in jedem Jahr. Sie kommen zusammen aus Mönchengladbach und Umgebung, aber auch aus anderen Teilen Deutschlands und selbst aus der Schweiz.

Das diesjährige Treffen fand in der Vitrine am Schmölderpark statt, wo sich die muntere Gruppe dem Fotografen stellte.

Alle Teilnehmer an dem Treffen erinnern sich: Sie sind nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges Ostern 1946 in das bei den Bombenangriffen stark beschädigte und notdürftig hergerichtete Hofgebäude der Schule eingeschult worden - nachdem die Militärregierung im August 1945 die Genehmigung zur Aufnahme des Unterrichtes mit 112 Kindern in zwei Klassen erteilt hatte.

Die Not war groß. Es ist dem Zusammenstehen der Geistenbecker Bevölkerung zu verdanken, dass in Selbsthilfe notdürftig Ausbesserungen in den Klassenräumen ausgeführt und die Fenster abgedichtet werden konnten. Wegen Kohlenmangel fiel der Unterricht oft aus. Im März 1946 entschieden die Eltern mit großer Mehrheit, die Schule als katholische Grundschule weiter zu führen. Von diesem Zeitpunkt an wurden 289 Kinder in sechs Klassen unterrichtet. Da nur vier Klassenräume verfügbar waren, musste der Unterricht in Schichten durchgeführt werden. Schulleiter war Fritz Raab.

Die Ehemaligen haben in der Not über alle Schwierigkeiten hinweg zusammengestanden. Die freundschaftlichen Bande und das Gefühl der Zusammengehörigkeit sind bis heute geblieben.

(StadtSpiegel)