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Manchmal wird es kniffelig

Manchmal wird es kniffelig
Brigitte Uckelmann-Döring organisiert seit sechs Jahren den Giesenkirchener Herbstmarkt. Foto-Archiv: Baum
Am nächsten Sonntag findet der 15. Herbstmarkt in Giesenkirchen statt. Konstantinstraße samt Markt werden wieder mal Anziehungspunkt, Treffpunkt, Schlendermeile. Für einen reibungslosen harmonischen Ablauf und die Organisation sorgt nun zum sechsten Mal Brigitte Uckelmann-Döring, Mitglied des Gewerbekreises Giesenkirchen. Wie sie dazu kam und was sie so alles zu managen hat, erzählte sie uns. Von Iris Kisters

Frau Uckelmann-Döring, woher kam Ihre Motivation sich dieser Aufgabe anzunehmen?

Bei einer Versammlung des Gewerbekreises 2011 kam die Frage, wer sich freiwillig dieser Aufgabe stellt. Mein Mann, Mitglied des Gewerbekreises, nahm Schweigen wahr, denn niemand meldete sich. Er hat dann den Satz „Meine Frau könnte das wohl machen.“ verlauten lassen und alle waren erleichtert, denn sonst hätte der Herbstmarkt nicht mehr stattfinden können. Das Besondere an der Geschichte: Ich selbst war gar nicht dabei!

Wann beginnt für sie die Arbeit?

Im März und April fange ich an, Briefe zu schreiben. Zum späteren Zeitpunkt verschicke ich nochmal eine Erinnerung mit dem Bühnenprogramm. Ich habe einen Stamm von 500 Adressen. Dann warte ich auf Reaktionen und meine Erfahrung hat gezeigt, dass noch in der letzten Woche vor dem Markt Anmeldungen eintrudeln. Ich freue mich natürlich darüber, aber manchmal wird es wird dann kniffelig.

Welche Menschen melden sich an?

Ich freue mich immer sehr über kreative individuelle Geschichten und Kunsthandwerkliches. Wir möchten keinen Trödel sondern ganz viele Dinge aus eigener Hand hergestellt oder aus eigenem Kopf entwickelt.

Bei welchen Situationen sind starke Nerven gefragt?

Pöller, Anhänger, Gerüste, die vorher nicht da waren. Wenn ein ganzer Häuserblock auf einmal eingerüstet ist, was vorher nicht abzusehen war, sind Lösungen gefragt. Das einzeichnen der Stände mit Kreide ist eine sehr intensive Aufgabe und da helfen alle mit. Die Standplätze sind nicht in Stein gemeißelt, sage ich immer. Erklären, warten und umdisponieren ist angesagt. Aber ich habe zu allen ein sehr gutes Verhältnis und wir finden immer einen Weg.

Wie finanziert sich der Herbstmarkt?

Wir, der Gewerbekreis, stemmen alles aus eigener Kraft und natürlich aus den Standgebühren, denn wir zahlen an die Stadt. Ich finde die Standgebühren sehr niedrig. Manchmal gibt es leider Diskussionen. Wenn jemand zum Beispiel drei Meter bestellt hat aber dann noch „drumherumlaufen“ möchte. Dies muss eingeplant sein, denn in Wirklichkeit hätten es dann vier Meter sein müssen.

Wo halten Sie sich während des Marktes auf?

Ich bin meistens in der Nähe der Bühne zu finden. Ich unterstützte Gabriele Franken von der Gladbacher Bank, die das Programm moderiert und versuche aus dem Hintergrund für einen reibungslosen harmonischen Ablauf zu sorgen. Dieses Jahr werden wir zum Beispiel dreimal eine Modenschau auf der Bühne haben, denn auf der Konstantinstraße hat ein neues Modegeschäft eröffnet.

Ab wann fällt Stress von Ihnen ab?

Am Sonntagabend um 18 Uhr hören sie die Steine plumpsen bis Rheydt. Das sind die Steine, die mir vom Herzen fallen. Aber es helfen alle ohne Ausnahme, dies zu sagen, ist mir sehr wichtig!

(StadtSpiegel)