| 13.02 Uhr

„Frühgeboren zu sein ist kein Makel“

„Frühgeboren zu sein ist kein Makel“
Kümmern sich liebevoll um die Frühgeborenen (v.l.): Sascha Lutzebäck, Ulla Wittwer und Petra Kurt. Vorne die kleine Alicja mit Papa Radoslaw Trojanowicz. Alicja ist am 23. Oktober geboren und inzwischen zu Hause. FOTO: Städtische Kliniken
Rheydt. Mit einer kleinen Feier hatte sich die Frühgeborenen-Station des Eli am Weltfrühgeborenentag beteiligt. Hier wird sich liebevoll und mit hochspezialisierter neonatologischer ärztlicher Betreuung um die Frühchen gekümmert. Von der Redaktion

Insgesamt zählt die Klinik im Eli im Jahr etwa 500 „Frühchen“, die am 23. Oktober geborene Alicja war eines davon. Grund genug für das Eli, sich mit einer kleinen Feier und mit Aufmerksamkeiten und Geschenken für die Eltern am Weltfrühgeborenentag zu beteiligen. Schwester Ulla betont ausdrücklich: „Wir wollten mit diesem Tag deutlich machen, dass die Eltern dieser Kinder nicht alleine stehen. Und dass es keinen Grund gibt, sich, zum Beispiel in der Kita, rechtfertigen zu müssen, wegen einer möglichen Entwicklungsverzögerung.“ Ganz ausdrücklich seien daher auf der Frühgeborenenstation Großeltern oder Freunde der Eltern sehr gerne gesehen.

Der Chefarzt der Kinderklinik, Prof. Dr. Wolfgang Koelfen, macht es noch deutlicher: „Wir bieten den Kindern eine hochspezialisierte neonatologische ärztliche Betreuung. Zusammen mit dem gut eingespielten und aufwendig arbeitenden Pflegeteam seien dies „die besten Voraussetzungen für gesunde Kinder, auch mit diesen besonderen medizinischen Fragestellungen.“ Kollegin Petra Kurt ergänzt: „Wir feiern ganz bewusst seit vielen Jahren schon die Eltern dieser besonderen Kinder. Frühgeboren zu sein ist kein Makel.“

Weltweit gilt: Eins von zehn Kindern kommt als Frühchen auf die Welt. Zusammen mit Sascha Lutzebäck, seit dem 1. Oktober Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin in der Kinderklinik, hat Petra Kurt Infomaterial und Geschenke zusammengestellt, unter anderem Schnuller mit der Borussenraute und Pflegetäschchen. Natürlich stehen sie auch außerhalb des besonderen Tages allen Interessierten und Rat suchenden Eltern zur Verfügung. Sei es unter anderem in Fragen der besonderen Pflege oder in sozialrechtlichen Belangen. „Eine gute Kombination“, wie Schwester Ulla meint.

Während Alicja noch nichts von ihrem besonderen Status weiß, inzwischen entlassen ist und mit ihren Eltern zu Hause Weihnachten feiern wird, sind längst die nächsten Frühgeborenen auf die Station 5 der Kinderklinik gekommen. Hektik ist dort nie zu spüren. Ulla Wittwer und Petra Kurt nicken: „Konzentrierte Ruhe ist in der Betreuung und Pflege der kleinsten unserer

Patienten das Wichtigste.“

(Report Anzeigenblatt)