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Doktor Vogel und das Juwel

Doktor Vogel und das Juwel
Dr. Wolfgang Müller (M.) wurde im Haus Erholung feierlich verabschiedet, sein Nachfolger Dr. Markus Vogel (2.v.r.) freut sich auf die neue Aufgabe. Außerdem dabei: (v.l.) Geschäftsführer Markus Richter, der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Frank A. Granderath und Wilhelm Straaten, Aufsichtsratsvorsitzender der St. Augustinus-Kliniken gGmbH.
Neuwerk (df). Dr. med. Markus Vogel hat Mitte September als Chefarzt die Leitung der Kinderklinik des Krankenhaus Neuwerk übernommen. Er folgt auf Dr. Wolfgang Müller, der im Sommer in den Ruhestand ging. Von David Friederichs

„Diese Klinik ist ein Juwel!“ Mit dieser Aussage machte Dr. med. Markus Vogel gleich deutlich, dass die neue Aufgabe im Krankenhaus Neuwerk für den Leiter der Kinderklinik mehr als nur ein Beruf ist. „Hier in Neuwerk gibt es eine starke Tradition der Kinder- und Jugendmedizin. Diese möchte ich fortsetzen und auch neue Akzente setzen“, gibt der Mediziner einen ersten Ausblick in sein zukünftiges Wirken.

Ein Akzent ist die Intensivierung von Zuwendung zu den Patienten. „Klingt banal, ist aber in Zeiten von immer größer werdendem Kostendruck nicht einfach“, weiß Vogel. Der MBA-Absolvent hat sich dafür neben seiner medizinischen Kernkompetenz zukunftsweisende Kenntnisse zur Digitalisierung der Medizin angeeignet, die er in Zusammenarbeit mit internationalen Software-Unternehmen und verschiedenen Universitätskliniken erwarb. Einen großen Fürsprecher hat er dabei in Geschäftsführer Markus Richter. „Der Bürokratieabbau ist in allen Bereichen im Krankenhauswesen eine große Aufgabe. Nicht nur bei unseren Ärzten, auch bei den Pflegekräften.“

in weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda von Dr. Markus Vogel ist die Betreuung von Früh- und Neugeborenen. Dabei soll die gute Zusammenarbeit mit der Klinik für Frauenheilkunde weiter ausgebaut werden. Ein erstes gemeinsames Ziel sind Familien- und Eltern-Kind-Zimmer, die eine ganzheitliche Betreuung frühgeborener Kinder ab der 32. Schwangerschaftswoche oder 1 500 Gramm im perinatalen Schwerpunkt im Eltern-Kind-Zentrum ermöglichen sollen. Neben dem intensiven Elternkontakt setzt der neue Chefarzt dabei auf möglichst nicht-invasive medizinische Betreuung erkrankter Neugeborener.

Aufgrund des klinischen Interesses von Dr. Vogel, der an der Uniklinik in Düsseldorf als Oberarzt die Stationen für Allgemeinpädiatrie, Stoffwechselerkrankungen und Infektiologie sowie die neonatologisch-pädiatrische Intensivstation betreute, an Infektionserkrankungen, liegt ihm auch der Aufbau eines Kompetenzzentrums für Hämatologie und Infektiologie am Herzen. Obgleich Infektionserkrankungen eine der häufigsten Ursachen für die medizinische Behandlung im Kindesalter sind, treten im Zeitalter zunehmender Antibiotikaresistenzen und sich ausbreitender seltener Erreger immer neue Fragen auf. Hier will der Infektiologe Vogel pädiatrischen Patienten und deren Eltern auch aus dem ambulanten Bereich eine umfassende Beratung und Behandlung anbieten. So finden in ihm zum Beispiel Patienten, die Träger eines multiresistenten Erregers sind, einen versierten und erfahrenen Ansprechpartner.

Auch die Unterstützung chronischkranker Kinder und Jugendlicher und ihrer Familien ist Dr. Vogel, der selber Vater von vier Kindern ist, wichtig. So freut er sich über die Kinderpalliativeinheit „Insel Tobi“, die betroffenen Kindern und Familien Unterstützung bietet.

(Report Anzeigenblatt)