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Ein (vermeidbar) tödliches Duo

Ein (vermeidbar) tödliches Duo
Professor Dr. med. Jürgen vom Dahl, Chefarzt der Klinik für Kardiologie. FOTO: KH Maria Hilf
Mönchengladbach. Am Welttag der Hypertonie, 17. Mai, informieren die Kliniken Maria Hilf in einem Vortrag über die Gefahren von Bluthochdruck in Kombination mit zu hohem Cholesterinwert. Von der Redaktion

„Bluthochdruck und hohes Cholesterin: ein (vermeidbar) tödliches Duo“ - unter diesem Titel präsentiert der Förderverein der Kliniken Maria Hilf seinen Vortragsabend zum Welttag der Hypertonie am Mittwoch, 17. Mai. Denn unverändert sind Herz-Kreislauferkrankungen in der westlichen Welt die mit weitem Abstand führende Todesursache.

Prof. Jürgen vom Dahl, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, geht dabei auf Fragen ein, wie „Ab wann liegt denn ein Bluthochdruck vor?, Bei welchen Symptomen sollte man an Bluthochdruck denken?, Welche Ursachen gibt es und was sollte untersucht werden?, Wie kann man Bluthochdruck vorbeugen und behandeln?, Was können Sie tun, was kann der Arzt tun?

2014 starben mehr als 338 000 Menschen in Deutschland an Herz-Kreislauferkrankungen und in 2015 waren in NRW diese Krankheitsbilder zu 36 Prozent für den Tod ursächlich. Damit liegen Erkrankungen der Herz-Kreislauforgane zwar immer noch weit vor allen bösartigen Erkrankungen zusammen, sind aber aufgrund der besseren Behandlungsmöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen seit Jahren nicht mehr ansteigend sondern, im Gegenteil, rückläufig. Entsprechend ist die Lebenserwartung in Deutschland in den letzten zehn bis 20 Jahren um mehr als zwei Jahre gestiegen.

Neben dem Zigarettenrauchen sind als wichtigste Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen der hohe Blutdruck (arterielle Hypertonie), erhöhtes Cholesterin und die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) zu nennen.

Bei allen Risikofaktoren handelt es sich um „Zivilisationskrankheiten“, da der Zusammenhang mit unserer Lebensführung (Bewegungsarmut, Ernährung, Alkoholkonsum) unübersehbar ist.

Gemeinsam ist ihnen aber auch, dass sie eigentlich durch entsprechende Präventionsmaßnahmen in vielen Fällen zu verhindern gewesen wären oder aber durch entsprechende Änderungen der Lebensführung im Verbund mit medikamentösen Maßnahmen gut zu behandeln sind.

Etwa 20 bis 30 Millionen Menschen in Deutschland sind von Bluthochdruck betroffen. Das ist fast jeder dritte Bürger. Bluthochdruck ist Risikofaktor Nr. 1 für Herzinfarkte und Schlaganfälle und ist somit, auch wenn er nicht weh tut und oft keine Beschwerden bereitet, mehr als ernst zu nehmen.

Selbstverständlich wird im Anschluss an den Vortrag die Möglichkeit für Fragen und Diskussion gegeben sein. Eingerichtet wird zudem die Möglichkeit zum Blutdrucktest.

(Report Anzeigenblatt)