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Fußchirurgie hochspezialisiert

Fußchirurgie hochspezialisiert
Gesunde Füße für einen Gang durch den Sand sind nicht selbstverständlich. Am kommenden Mittwoch bietet das Eli ein Patientencafé zum Thema „Fußchirurgie“. FOTO: Eli
Rheydt. Im Zuge des 50-jährigen Jubiläums des Eli startete das Krankenhaus eine monatliche Vortragsreihe. Los geht es am kommenden Mittwoch zum Thema Fußchirurgie. Von der Redaktion

Die Frage, ob er noch unbefangen an Schuhgeschäften vorbeigehen kann, beantwortet der Chefarzt der Unfall- und Gelenkchirurgie an den Städtischen Kliniken Dr. Harald Löw ganz pragmatisch: „Bei vielen Modellen bin ich sicher, dass die Trägerinnen und Träger früher oder später unsere Patienten sind.“ Immer dann, ergänzt Oberarzt Dr. Jörg Schuster, „wenn die konservative Behandlung der erworbenen Fehlstellungen, zum Beispiel Einlagen, keinen Erfolg mehr haben.“

Die Chirurgen am Elisabeth-Krankenhaus Rheydt operieren pro Jahr etwa 400 Fälle in denen der Fuß oder die Sprunggelenke betroffen sind, „entweder nach Unfällen, angeborenen oder erworbenen Problemen“, so Schuster. Ursachen für Fehlstellungen sind nicht allein Übergewicht und falsches Schuhwerk, sondern auch Diabetes und die demografische Entwicklung. Viele ältere Patienten kommen, weil sie schmerzfrei am Sport oder anderen Lifestyle-Aktivitäten teilnehmen wollen, weiß Dr. Harald Löw.

Dr. Jörg Schuster hat neben seiner allgemeinen chirurgischen Ausbildung auch das Zertifikat für Fußchirurgie erworben. Dabei hat er sich auch auf die Behandlung von Klumpfüßen schon im Babyalter spezialisiert. Das sei über die Stadtgrenzen hinaus einmalig. Schuster: „Ich werde dabei schon beim vorgeburtlichen Ultraschall hinzugezogen, sodass ich bereits kurz nach der Geburt erste Maßnahmen einleiten kann, etwa einen Gips anlege. Der erste chirurgische Eingriff erfolgt dann in der Regel nach sechs Wochen.“

Den beiden Chirurgen ist ganz wichtig, „dass wir nicht unter allen Umständen operieren wollen. Es geht immer um die bedarfsgerechte Behandlung der Patienten.“ Seit fünf Jahren gebe es jeden Donnerstag eine eigene Fußsprechstunde: „Dort beraten wir die Patienten. Und nicht selten empfehlen wir statt OP eine konservative Behandlung.“

Wie auch in den anderen Fachabteilung ist in der Fußchirurgie ist die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Medizinern immens wichtig, aber auch mit Orthopädiemeistern und Physiotherapeuten. „Wir begreifen uns als Team. Das Ziel muss immer sein, den Patienten möglichst eine möglichst schmerzfreie Bewegungsfreiheit zu ermöglichen“, erklärt Dr. Harald Löw.

Diese und andere Phänomene in der Fußchirurgie sind Thema eines Patientencafés am 18. Januar von 18 bis 20 Uhr, im Gebäude der Verwaltung in Raum 5. Unter den Referenten ist auch ein Orthopädiemeister. „Wir bitten alle Interessierten, sich anzumelden. Das geht am besten telefonisch unter 02166 / 39 420 72“, rät Dr. Harald Löw. Allerdings sei Eile geboten, die Teilnehmerzahl ist begrenzt: „Wir wollen uns für die Gäste Zeit nehmen und möglichst individuell beraten.“

Der Nachmittag ist die Auftaktveranstaltung zu einer besonderen Reihe für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die eigens für das Jubiläum „50 Jahre Elisabeth-Krankenhaus Rheydt“ geschaffen wurde. Jeden Monat gibt es immer mittwochs mindestens eine Veranstaltung aus den verschiedenen Fachabteilungen.

(Report Anzeigenblatt)