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Gütesiegel für die Stroke Unit

Gütesiegel für die Stroke Unit
Dr. med. Götz Greif, Facharzt für Neurologie und leitender Oberarzt der Stroke Unit, Axel Ophüls Bereichsleitung Intensivstation und Prof. Dr. med. Carl-Albrecht Haensch, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Leiter der Stroke Unit, (v.l.) freuen sich über die Re-Zertifizierung der Stroke Unit. FOTO: Kliniken Maria Hilf GmbH
Mönchengladbach. Die Stroke Unit, die Organisationseinheit zur Erstbehandlung von Schlaganfallpatienten, im Krankenhaus St. Franziskus ist erneut zertifiziert worden. Von David Friederichs

Ein Gütesiegel für Stroke Units fördert die Versorgungsqualität und sorgt für Transparenz. Der TÜV Rheinland, die Deutsche Schlaganfall-Hilfe und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft gratulierten jetzt dem Schlaganfallteam der Kliniken Maria Hilf zur erneuten erfolgreichen Zertifizierung. Zugleich wurde der Stroke Unit im Franziskus-Krankenhaus vor dem Hintergrund der medizinischen Leistungsfähigkeit eine Aufstockung auf nun 18 Betten gewährt, welche speziell für die hoch qualifizierte medizinische Versorgung von Schlaganfallpatienten rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Prof. Dr. Carl-Albrecht Haensch, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Leiter der Stroke Unit, blickt dabei stolz auf sein Team und den gemeinsam erfolgreich absolvierten Prüfungsprozess zurück: „Um das begehrte Zertifikat der Gesellschaften zu erhalten, sind komplexe medizinische Angebote ständig vorzuhalten und gesicherte Abläufe zu gewährleisten, welche für den

Schlaganfallpatienten die bestmögliche Versorgung sowohl im Akutfall als auch in der therapeutischen Nachsorge darstellen“. Zur Erfolgsgeschichte werde die medizinische Versorgung auf einer Stroke Unit im Akutstadium des Schlaganfalls durch ein umfassendes Behandlungskonzept mit Neurologen, Neuroradiologen, Herzspezialisten und Gefäßchirurgen vor Ort, die schnell und sicher einer fachübergreifenden Therapie durchführen könnten. Die Chance zu überleben und keine Behinderungen davon zu tragen erhöht sich dadurch um 25 Prozent. Zur geprüften Versorgungsqualität gehören über die Fachärzte hinaus aber auch speziell auf Schlaganfallpatienten geschulte Mitarbeiter in der Pflege.

Wenn die Anzeichen eines Schlaganfalls früh erkannt werden und der Patient rasch versorgt wird, sind schwere Folgeschäden vermeidbar. Allein in Deutschland erleiden jedes Jahr rund 260 000 Menschen einen Schlaganfall.

„Wie für zertifizierte Einrichtungen gefordert, aber leider nicht in allen Häusern üblich, gehören Logopäden, Ergotherapeuten, Neuropsychologen sowie die Mitarbeiter des Sozialdienstes zum Leistungsangebot vor Ort“, so Haensch weiter.

Mindestens 250 Schlaganfallpatienten sollte ein Haus pro Jahr behandeln; in den Städtischen Kliniken Maria Hilf waren dies allein im Jahr 2015 schon über 1 940 Patienten.

(Report Anzeigenblatt)