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Die AOK Rheinland/ Hamburg hat ihren Gesundheitsreport 2014 veröffentlicht
Gesundheitsversorgung im Blick

Mönchengladbach (cc). Die AOK Rheinland/Hamburg hat ihren Gesundheitsreport für 2014 veröffentlicht. In Mönchengladbach beunruhigen vor allem die hohe Säuglingssterblichkeit und die hohe Zahl an Sterbefällen bei Brustkrebs bei Frauen und bei Schlaganfällen. Von Christina Reineke

Der Gesundheitsreport der AOK Rheinland/Hamburg gibt Aufschluss über die gesundheitliche Versorgung der Versicherten vor Ort, denn Lebensbedingungen und Versorgungsstrukturen sind von Region zu Region verschieden. Der Bericht bietet vor allem eines: Anhaltspunkte. Aufgrund der Zahlen können zukünftige Ziele festgelegt und entsprechende Maßnahmen in Absprache mit den gesundheitlichen Akteuren vor Ort eingeleitet werden. „Für uns ist es wichtig, dass wir die Zahlen des Gesundheitsreports für Mönchengladbach offen legen und Auffälligkeiten mit den Beteiligten vor Ort diskutieren. Der Gesundheitsreport dient uns vor allem als Orientierung, um daraus mögliche Handlungsfelder zu identifizieren und Verbesserungen in der Umsetzung gemeinsam anzugehen“, so Regionaldirektor Heinz Frohn. Die Zahlen des Reports basieren auf den AOK-Versicherten, die in Mönchengladbach wohnhaft sind, was nicht zwangsläufig bedeutet, dass sie sich auch in Mönchengladbach behandeln lassen haben.

In Mönchengladbach besteht vor allem Handlungsbedarf bei der Säuglingssterblichkeit. Mit 4,1 Todesfällen je 1 000 Lebendgeborenen liegt Nordrhein-Westfalen erkennbar über dem Bundesdurchschnitt von 3,4 Todesfällen. In Mönchengladbach sterben durchschnittlich sechs Säuglinge je 1 000 Lebendgeborenen – somit weit über dem Bundesdurchschnitt. „Diese Zahl zeigt uns, dass wir gemeinsam mit den Kinderkliniken in Mönchengladbach daran arbeiten müssen, dass Frühgeburten vermieden werden. Über 80 Prozent der verstorbenen Kinder sind nämlich Frühgeburten“, so Frohn. Am 21. Februar wird auch eine Babymesse im Krankenhaus Neuwerk stattfinden, während der die AOK noch einmal genauer auf dieses Thema eingehen wird. Positiv hingegen ist die niedrige Zahl von 25,03 Entbindungen durch Kaiserschnitt. Damit ist Mönchengladbach das Schlusslicht in der Region. „Das ist ein stabiler Wert, der unter anderem auch darauf zurückzuführen ist, dass sich Chefarzt Dr. med. Harald Lehnen am Elisabeth-Krankenhaus stark für die Geburt auf natürlichem Wege einsetzt“, so Frohn.

Bei den Sterbefällen durch Brustkrebs bei Frauen liegt Mönchengladbach über dem Bundesdurchschnitt. 28,1 Sterbefälle je 100 000 Einwohner verzeichnet Mönchengladbach hier bei den AOK-Versicherten. Die Krebsfrüherkennungsuntersuchung nehmen 45,14 Prozent der Frauen in Anspruch und einen Krankenhausaufenthalt infolge von Brustkrebs mussten 220 Frauen auf sich nehmen. Diese beiden Zahlen liegen absolut im Durchschnitt, doch stellt sich so die Frage: Warum dann so viele Sterbefälle? Eine Frage, der die AOK nachgehen möchte. „Wir können da auch nur spekulieren, doch vielleicht muss man dann eben auch hinterfragen, ob die Vorsorge tatsächlich greift“, so Frohn.

Wegen eines Schlaganfalls mussten 557 von 100 000 Versicherten ins Krankenhaus. Erneut liegt Mönchengladbach damit über dem Bundesdurchschnitt von 489 Fällen. Bei den Behandlungsverläufen in Form von Pflegeheimeintritten nach einem Schlaganfall führt die Vitusstadt die Liste mit einem Wert von 53,32 Versichten bei 100 000 Versicherten sogar an.

Weitere Infos gibt es unter www.aok.de/rh

(Report Anzeigenblatt)